Leserbrief: Gegenwärtige Dürre

Wir erleben gegenwärtig eine schreckliche Dürreperiode. Ideologisch gefärbte Kreise wissen bereits, wer daran schuld ist. Ich will nicht als Leugner gelten und in eine gewisse Ecke gestellt werden, aber ich erlaube mir, Fragen zu stellen, und erhoffe mir Antworten von kompetenter Seite. Ist die gegenwärtige Dürre eine einmalige, von uns verursachte Situation? Oder gab es im Laufe der Erdgeschichte immer wieder solche Situationen, ohne dass ein Auto oder Kraftwerk gelaufen ist? War das Ausbleiben der Nilüberschwemmungen nur Gottesstrafe? Oder die Megadürre 1540 in Europa? Wie oft und in welchen Abständen? Wer gibt mir Antwort? Gibt es noch ehrliche Wissenschaftler, die dazu Stellung nehmen? Wenn das Ganze sich als immer wiederholender Prozess in der Weltgeschichte herausstellen sollte, dann sind unsere gegenwärtigen Ansätze falsch. Dann ist es sinnlos, die Natur oder das Klima ändern zu wollen. Wichtiger wäre es zu fragen: Was müssen wir unternehmen, um der Menschheit unter den gegebenen Umständen ein besseres Überleben zu garantieren? Müssen wir Anbaugebiete verlegen oder andere Arten anbauen? Brauchen wir mehr Dämme, um dahinter neue Nutzflächen zu bekommen? Nur mit Parolen, die das freie Denken verbieten, kommen wir nicht weiter.
Dieter Reisinger, Schaanwald (FL)