Leserbrief: ELGA ein Flop und die Assistentin im Roboterjob

Ich war eine Befürworterin von ELGA. Leider wurde ich enttäuscht. Dass man einen Befund abrufen kann, ist wie ein Lottospiel. Wenn ich einen GDA-Zugriff ändere, dauert das lange oder gar nicht. Die E-Medikation ist öfters fehlerhaft. Aber jetzt ist mir passiert, dass ich am Sonntag ein Medikament brauchte, das ich schon am Dienstag auf der E-Card hatte. Ich hatte meine Gründe. Jetzt hat die Arztassistentin, weil sie das auf dem PC auslesen konnte, wann und wo und was ich abgeholt habe, mir vorgeworfen, ausnutzend und verwerflich zu handeln, mit dem Beisatz, was das koste. Ich glaube, in Österreich ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass eine Apotheke Notdienst hat. Diese wird den Bereitschaftsdienst zahlen müssen, wenn auch gar kein Kunde kommt? Auf jeden Fall werde ich mich von ELGA ganz abmelden. Ich denke auch, dass die Assistentin nicht das Recht hat, mich neben einer wartenden Patientin schlecht zu machen, und noch dazu, weil sie in ELGA eine Information ausgelesen hat. Ich bin mir sicher, dass das den Datenschutz auf mehreren Ebenen verletzt hat, ganz abgesehen von der empathielosen Art der Assistentin.
Ingrid Martin, Feldkirch