Leserbrief: Wolfsrisse und Tierleid

Den materiellen Verlust einzelner Bauern – der natürlich schwer wiegt und nicht negiert werden darf – einmal außer Acht lassend, frage ich mich, weshalb das (kurze) Tierleid einzelner, weniger, von Wölfen gerissener Schafe und Rinder regelmäßig in den Mittelpunkt gerückt wird, während gleichzeitig das multimillionenfache, entsetzliche und lebenslang andauernde Tierleid von für den Verzehr vorgesehenen Schlachttieren, insbesondere Schweinen, gesamtgesellschaftlich vollkommen ausgeblendet wird. Wie geht das zusammen? Wohl, weil die Verhältnisse zu grausam sind, um sich damit zu beschäftigen, womöglich aber auch mittels der allabendlichen Verblendung durch lustige Schweinchen im Werbeprogramm.
Dr. Dieter Petras, Schlins