Leserbrief: Austrocknung des Bodens

Im Vergleich zu den Jahren 1979 bis 1999 ging die Bodenfeuchte in den Jahren 2003 bis 2021 stark zurück. Gemäß dem Zentrum für Umweltforschung Leipzig 2018 sind die Böden innerhalb von acht Monaten bis zu 2 Meter Tiefe unglaublich stark ausgetrocknet. In den Folgejahren sind die Böden bis zu einem Meter Tiefe zwar ganz ordentlich wieder nass geworden, aber nicht darunter. Der Einsatz von Grundwasser ist aber auch keine Lösung, da die hierauf folgende Verdunstung letztlich nur zur Zunahme der Wassermenge der Meere und nicht zur Durchfeuchtung des Bodens auf dem Land führe, denn 71 Prozent der Erdoberfläche sind Meer und nur 29 Prozent sind Land. Fazit: Eine Bewässerung mit Grundwasser vermag somit den Wassermangel der landwirtschaftlich genutzten Böden nicht zu beheben, sondern bewirkt allenfalls nur den Anstieg des Wassers der Meere.
Dr. Hermann Böckle, Dornbirn