Leserbrief: Lünerseewerk II: Jetzt braucht es Tempo statt Stillstand

Mit der Einreichung der Umweltverträglichkeitsprüfung für das Lünerseewerk II ist ein entscheidender Meilenstein erreicht. Jahrelange Planungsarbeit, tausende Arbeitsstunden und Millioneninvestitionen liegen bereits hinter diesem Jahrhundertprojekt. Umso unverständlicher wäre es, wenn sich Vorarlberg nun selbst ausbremsen würde. Das Land Vorarlberg ist Eigentümer der illwerke vkw und gleichzeitig Genehmigungsbehörde. Wenn bereits heute über Verzögerungen bis 2028 gesprochen wird, dann ist das ein Schildbürgerstreich. Gerade dieses Projekt ist für die Energiezukunft unseres Landes von zentraler Bedeutung. Jedes Jahr, das das Pumpspeicherkraftwerk früher in Betrieb geht, stärkt die Versorgungssicherheit, erhöht die Unabhängigkeit von Energieimporten und schafft wirtschaftliche Vorteile. Davon profitieren letztlich auch die Vorarlbergerinnen, Vorarlberger und Unternehmen. Wer günstige und sichere Energie will, muss jetzt entschlossen handeln. Selbstverständlich sind Umweltstandards einzuhalten. Aber eine sorgfältige Prüfung darf nicht mit unnötiger Verschleppung verwechselt werden. Das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte Vorarlbergs verdient höchste Priorität. Jetzt heißt es: Ärmel hoch, Wasser marsch! Politik und Behörden müssen beweisen, dass sie den Mut und die Durchsetzungskraft besitzen, dieses Zukunftsprojekt rasch auf den Weg zu bringen. Vorarlberg darf sich beim wichtigsten Energieprojekt des Landes nicht selbst im Weg stehen.
Wolfgang Dreier, Bürserberg