Leserbrief: 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine am 24. August 2026

Im Ukrainekrieg wird das Sprichwort „lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“ immer wahrscheinlicher. Für „ein Schrecken ohne Ende“, muss die Ukraine vom Westen zum militärischen „Stachelschwein“, fürs Überleben aufgerüstet werden. Für die vernünftige Lösung „lieber ein Ende mit Schrecken“ muss der ukrainische Präsident Putins Gebietsansprüche akzeptieren. Den zerstörten Bereich, wofür die EU die Kosten für den Wiederaufbau übernehmen müsste, sollte die Ukraine als vorübergehende Maßnahme (es war auch nicht zu erwarten, dass die DDR sich mit Westdeutschland wiedervereint) betrachten. Diese Vorgangsweise erfordert aber einen mit einer Stimme sprechenden Westen, der Putin unmissverständlich mitteilt, dass bei der Fortführung seines widerrechtlichen Krieges, die Ukraine auch personell unterstützt wird. Dass diese Drohung laut einiger „Experten“ den Krieg in den EU-Bereich bringen kann, ist nur Kriegshysterie für zusätzliches Aufrüsten mit Gewinnoptimierung der Waffenindustrie. Der russischen Armee war es in mehr als vier Jahren nicht möglich die Hafenstadt „Odessa“ einzunehmen und damit die wichtigste Lebensader der Ukraine abzuschneiden. Darum ist eine Ausweitung des Krieges in den Nato-Bereich nicht zu erwarten. Mit dem derzeitigen „Herumgeeiere“ der EU-Politiker unter Trumps Federführung wird man aus Erfahrung meines neunjährigen Russlandaufenthalts, die Russen akzeptieren nur eindeutige Ansagen, Putin nicht beeindrucken können.
Alfred Fuchs, Dornbirn