Leserbrief: Fünf Meter Uferschutz – nicht zukunftsfähig

Die Vorarlberger Landesregierung plant, den Uferschutz von derzeit 10 bzw. 20 Metern auf einheitlich 5 Meter zu reduzieren. Das passt nicht zu den Herausforderungen des Klimawandels. Wir erleben zunehmend extreme Dürreperioden und gleichzeitig Starkregenereignisse. Gerade natürliche Uferbereiche können Wasser zurückhalten, die Versickerung fördern, Ufer stabilisieren und Gewässer bei Hitze beschatten. Während das Land einerseits in Hochwasserschutz und Klimaanpassung investiert, soll andererseits der natürliche Schutzraum entlang unserer Gewässer verkleinert werden. Angesichts des bereits dramatisch veränderten Klimas brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Raum für unsere Bäche und Flüsse. Deregulierung kann sinnvoll sein, wenn sie unnötige Bürokratie abbaut. Beim Uferschutz geht es jedoch nicht um Bürokratie, sondern um Hochwasserschutz, Wasserrückhalt und unsere Zukunftssicherheit.
Michael Berchtold, Feldkirch