Leserbrief: Wieso verteilt Rondo Geschenke?

Leserbriefe / 24.08.2026 • 15:30 Uhr
Leserbrief: Wieso verteilt Rondo Geschenke?

Je näher der UVP-Termin für das Rondo-Projekt heranrückt, desto großzügiger wird die Firma mit Geschenken. Zwar sei der interne Kostendruck enorm, doch die Aussicht auf Gewinne aus der Müllverbrennung lasse die Rondo ihr Füllhorn an Zuwendungen öffnen. Frastanz bekommt als Dank für die jahrzehntelange Loyalität Unmut und Zwietracht für die Bevölkerung. Göfis erhält, so sie nicht aufmucken, die Gefährdung seiner Trinkwasserqualität zugesichert. SOS Walgau wird für die Bereitstellung von Fakten und Gutachten mit Aufmerksamkeit in Form eines Dialogentzugs beschenkt. Der Stadt Feldkirch wird gratis gleich die doppelte Fernwärmemenge nachgeworfen. Dafür darf sie ihre eigene Anlage einstampfen und den Rondoüberschuss für die Errichtung eines Thermalbades in der Illschlucht verwenden. Samariterhaft wird auch das Landeskrankenhaus mit der doppelten Fernwärme bedacht. Damit wieder aus vollen Suppenschüsseln heiß gelöffelt werden kann. Auch das Amt der Landesregierung erhält ein Geschenk: Es darf bei der UVP-Verhandlung ausschließlich aus den rondoeigenen Gutachten zitieren. Und damit das legitimieren, was die Rondo mit der Verdreifachung ihres klimaschädlichen Gasausstoßes für ganz Vorarlberg als Geschenk bereithält: eine Garantie für noch heißere Sommer und dazu Wintertemperaturen, die Schneekanonen entbehrlich machen. Werte Rondo, mach uns doch bitte ein wirkliches Geschenk: Lass deine Finger von der Müllverbrennung.

Helmut Scherer, Frastanz