Leserbrief: Schetteregg – 66 Jahre. War’s das wirklich?

Zugegebenermaßen verbinden mich auch emotionale Gedanken. Meine Eltern waren die ersten Betreiber der Liftgaststätte und ich durfte dadurch in meiner Kindheit das Schifahren lernen und diese Begeisterung auch an meine Nachkommen weitergeben, sowie zahlreiche Generationen unserer Region ohne großen Aufwand direkt vor unserer Haustüre. Wenn Kinder nicht bis zum Volksschulalter das Schifahren erlernen, ist der ‚Zug’ abgefahren. Den Weg in ein großes und weiter entferntes Schigebiet können sich viele Familien weder regelmäßig zeitlich noch finanziell leisten. Glücklicherweise haben wir einen gut funktionierenden Schiclub, der mit großem Engagement Kindern und Jugendlichen den Schisport näherbringt, unterstützt durch einen gut organisierten Buszubringer. Trotz Bemühungen verschiedener Verantwortlichen ist es nicht gelungen, mit den Wintermonaten einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb sicherzustellen. Nach umfangreichen Verhandlungen aller Vertragspartner schien die Organisation auf einen Ganzjahresbetrieb auf Grund von vereinbarten Verträgen und fixen mündlichen Zusagen eine realistische Zukunft für Schetteregg möglich. Darum finde ich es schade, dass nun wenige Einzelpersonen dieses Gesamtprojekt verhindern wollen, welches für Jung und Alt verschiedenste Möglichkeiten einer vielseitigen Freizeitgestaltung geboten hätte. Genauso schätze ich die Bewirtschaftung der Dreistufenlandwirtschaft, welche uns überhaupt die Voraussetzungen für solche Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Mit entsprechender Fairness und gegenseitigen Verständnis profitieren davon Grundbesitzer, Betreiber und vor allen die Bevölkerung unserer Region.
Günter Alster, Egg