Leserbrief: Kinderbetreuung

Leserbriefe / 26.08.2026 • 14:10 Uhr
Leserbrief: Kinderbetreuung

Der Bundeskanzler löste mit der Aussage, dass er Kinderbetreuung nicht als (unbezahlte) Arbeit ansehe, Empörung aus. Wie Leserbriefe zeigen, kam seine Entschuldigung nicht an, und manche werden nicht müde, sich darüber zu echauffieren. Demgegenüber finde ich es unhaltbar, dass scheinbar geglaubt wird, die Betreuung der eigenen, gewollten Kinder und des eigens gewählten Lebensmodells solle von anderen bezahlt werden. Das kann es nicht geben. Bei 8 Milliarden Menschen mache ich mir keine Sorgen über zu wenig Nachwuchs oder darüber, dass dieser nicht meine Rente zahlt; wenn nötig, sorge ich selbst vor. Man kann nun aufhören aufzuzählen, wie viel Arbeit ein Kind macht und was man alles leistet. Ich zähle auch nicht auf, wie viel Arbeit mein selbst gewähltes Leben in Vollzeitbeschäftigung und Haushalt macht, um in eine höhere Steuerklasse zu fallen. Es ist genug, wir haben es gehört.

Daniela Bergler, Feldkirch