Leserbrief: Totgeburt eines Tarifsystems

Leserbriefe / 27.08.2026 • 15:00 Uhr
Leserbrief: Totgeburt eines Tarifsystems

Seit der Einführung bzw. Umstellung des Tarifsystems verfolge ich teils verärgert, teils belustigt die nicht enden wollende Diskussion um die Tarifzonen. Dabei erschließt sich mir der Sinn einer Einteilung in Tarifzonen überhaupt nicht. Schon beim alten Dominosystem hatte ich meine Schwierigkeiten. Seit jeher wurden Fahrpreise bei der Bahn und Post nach der Distanz berechnet, also nach Kilometerleistung, und zwar dynamisch, d. h. je länger die Fahrstrecke, desto günstiger. Damit ist es verständlicherweise unwirtschaftlich, mit zwei Einzelfahrkarten einen günstigeren Preis zu erzielen als für die entsprechende Gesamtstrecke mit einer Fahrkarte. Dabei sind Umstiege innerhalb eines notwendigen Zeitfensters inbegriffen. Mir ist nicht ersichtlich, warum so ein System im Verkehrsverbund Vorarlberg nicht anwendbar wäre. Darüber hinaus ist mir nicht ganz verständlich, warum vor der Einführung des jetzigen Zonensystems es nicht möglich war, im Zeitalter von KI die Automaten so umzustellen, dass der entsprechende Preis auf Knopfdruck automatisch ermittelt werden kann.

Dipl. Ing. Norbert Pöcheim, Satteins