Leserbrief: Kinder haften für ihre Eltern

Leserbriefe / 31.08.2026 • 14:45 Uhr
Leserbrief: Kinder haften für ihre Eltern

Der AlpenSchutzVerein war im ersten Moment über den geplanten schwarz-blauen Kahlschlag im Naturschutzgesetz schockiert. Nach einer etwas längeren Schrecksekunde wollten wir endlich wie Martin Ohneberg positiv denken und das Glas halb voll statt halb leer sehen! Der Uferschutzbereich soll von 20 m auf 5 m reduziert werden. Hätte auch abgeschafft werden können. Der Schutz von Mooren soll nicht mehr schon ab 100 m2, sondern erst ab 500 m2 beginnen. Glück gehabt, hätten auch 100.000 m2 sein können. Die Mitwirkungs- und Beschwerderechte von Naturschutzorganisationen und der Naturschutzanwaltschaft sollen stark eingeschränkt werden. Zum Glück werden sie nicht abgeschafft. Forststraßen bis 400 m Länge und 4 m Breite sind dann nach dem Naturschutzgesetz nicht mehr bewilligungspflichtig. Hätte ja gänzlich freigegeben werden können. Wir sind dem Beton-Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und dem Asphalt-Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ) dankbar, dass sie so viel Verständnis für den Schutz unserer Natur aufbringen. Daher bitten wir unsere Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder um Verständnis und eine “Glas-halbvoll-Sicht” für ihre Zukunft. Durch diese Entbürokratisierungsmaßnahmen wird sich die Wirtschaft sehr schnell erholen. Dann könnt ihr mit dem vielen erwirtschafteten Geld die möglichen negativen Auswirkungen auf eure Umwelt locker bezahlen. Kopf hoch, es hätte ja noch viel schlimmer kommen können.

Erich Zucalli, AlpenSchutzVerein, Dornbirn