Leserbrief: Kinder- und Jugendheilkunde Vorarlberg – Quo vadis?

Der Tag der offenen Tür am 29.8.2026 des neu errichteten, neunstöckigen Ostschweizer Kinderspitals (OKS) in St. Gallen war beeindruckend. Von vorne bis hinten ein schlüssiges Konzept, die Räumlichkeiten intuitiv verteilt, ebenerdig Notfall- und Bestell-Ambulanz, darüber die OPs, die Intensivstationen für Frühgeborene (16 Betten) und Kinder/Jugendliche (11 Betten) und dann die vier Bettenstationen (88 Betten), aufgeteilt nach Alter bis in den 7. Stock. Mitbedacht sind Physio- und Ergotherapie, Logopädie, aber auch Pädagogik und Kinderschutz; ebenso wurde die Anwesenheit der Eltern großzügig berücksichtigt. Das Gebäude ist quadratisch, in der Mitte die Lifte und das Treppenhaus, rundherum die funktionalen Räumlichkeiten. Für das Personal gibt es ansprechende Aufenthaltsräume, unter anderem mit der Möglichkeit, auf eine begrünte Dachterrasse zu gehen. Im Gespräch merkte man die große Vorfreude der Mitarbeitenden auf die hellen und größeren Räumlichkeiten. Das ganze Gebäude ist klimatisiert und architektonisch sehr ansprechend. Das neue OKS ist ein separates Gebäude nur für Kinder und Jugendliche und doch integrierter Teil des Krankenhauskomplexes St. Gallen. Es braucht auch für Vorarlberg ein langfristiges Konzept, welches die Kompetenzen der Kinder- und Jugendheilkunde bündelt und die Versorgung somit verbessert; mittelfristig spart dies auch Kosten. Meiner Meinung nach kann das OKS hierfür bestens als Vorbild für Vorarlberg dienen.
Dr. Martin Mäser, Feldkirch