Leserbrief: Dornbirns Marktplatz – Hundetoilette inklusive?

Ich bin mit dem lieben Hund Barolo regelmäßig am Dornbirner Marktplatz unterwegs. Und dabei frage ich mich immer wieder: Gehört zum Marktplatz eigentlich auch eine Hundetoilette? Denn kaum ein Hauseck, Hydrant oder ein Blumentopf scheint vor dem nächsten „Duftgruß“ verschont zu bleiben. Besonders befremdlich ist das rund um die Gastronomie. Wer im Roten Haus oder bei Steinhauser gemütlich sitzt, möchte essen und trinken – und nicht dabei zusehen, wie der nächste Vierbeiner den Blumenkübel neben dem Tisch bewässert. Selbst die Kirchenmauer bleibt nicht verschont. Und geruchlich wird es bei sommerlichen Temperaturen richtig eklig. Muss wirklich jeder Zentimeter Innenstadt zum persönlichen Markierungsrevier für Hunde sein? Beim Markieren geht es schließlich nicht um eine dringend volle Blase, sondern um Duftbotschaften. Das liegt in der Natur des Hundes. Die Leine liegt allerdings in der Hand des Menschen. Warum also nicht einfach ein paar Meter weitergehen und den Hund an geeigneter Stelle lösen lassen? Ein kurzer Griff zur Leine würde oft genügen. Rücksicht wäre hier wahrlich kein Kunststück – und würde Hausbesitzern, Gastronomen, Gästen, Passanten und letztlich auch den Hunden zugutekommen. Der Dornbirner Marktplatz sollte schließlich Marktplatz bleiben – und nicht zum größten Hundeklo der Stadt werden.
Walter de Meijer, Dornbirn