Leserbrief: Neuerrichtung eines Abfallzentrums für alle Leiblachtalgemeinden

… und dies, obwohl Hörbranz im Jahre 2017 ein erweitertes, bedarfsgerechtes Abfallsammelzentrum gemäß Landesauflagen deshalb errichten musste, weil die vorangegangene Suche nach einem Leiblachtaler Abfallsammelzentrum gescheitert war und weshalb diese Gemeinde als einzige gar keinen Bedarf mehr an einer solchen Neuerrichtung mit entsprechenden finanziellen Folgen hat. Verkehrsstaus sind bereits beim jetzigen, auf Hörbranz beschränkten Abfallsammelzentrum zu Abgabezeiten unvermeidlich. Unvergleichlich größere Verkehrsstaus gibt es wegen des – zu den beidseits der Hörbranzer Ortseinfahrt befindlichen Großtankstellen – von der Autobahn abfahrenden Schwerlastverkehrs. Statt der Einhaltung des entscheidenden Wahlversprechens der jetzigen Gemeindeführung auf Entschärfung der schändlichen, güterterminalartigen Zustände am Hörbranzer Ortseingang forciert diese just an diesem umstrittenen Standort – mit mehreren Autobahn-Zu- und -Abfahrten, internationalem, stellvertretendem Autobahn-Großtankbetrieb samt Industrien und Supermarktanlage – die Neuerrichtung eines überdimensionalen Abfallsammelzentrums für die Region aller fünf Leiblachtalgemeinden, was zusätzlichen Lkw-Containerabfuhr- sowie Individual-Zubringerverkehr und weitere Verkehrsstaus an diesem überlasteten Verkehrsknoten unausweichlich verursachen würde, weil z.B. von jedem Möggerser Haushalt hierher gefahren werden müsste. Wenn die Hörbranzer trotzdem ein weiteres Abfallzentrum mitfinanzieren, den beträchtlichen Flächenbedarf zur Verfügung stellen und erwartbar höhere Abfallgebühren tragen sollen, müsste bei einer so folgenschweren Entscheidung demokratischerweise dem von der Gemeindeführung – bequemerweise kraft absoluter Mehrheit – abgelehnten Antrag des GR Josef Siebmacher (FPÖ) auf Volksabstimmung jedenfalls entsprochen werden.
Siegfried Biegger, Hörbranz