Leserbrief: Entbürokratisierung

Leserbriefe / 15.09.2026 • 15:30 Uhr
Leserbrief: Entbürokratisierung

Eine Entbürokratisierung des Naturschutzgesetzes ist längst überfällig. Deshalb begrüße ich im Sinne der Vorarlberger Waldbesitzer grundsätzlich die vorgeschlagenen Änderungen. Wir haben mit dem Klimawandel in der Waldbewirtschaftung riesige Herausforderungen, wir setzen auf heimische Baumarten, wollen aber auch zusätzlich ein paar sogenannte „Gastbaumarten“ einbringen, die bereits nach dem österreichischen Forstgesetz geregelt sind. Da sind Bewilligungspflichten im Naturschutzgesetz völlig überflüssig und doppelgleisig! Wir Waldbesitzer/innen beweisen in der üblichen naturnahen Waldbewirtschaftung unseren verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft seit Jahrzehnten. Die hohe Naturnähe des Vorarlberger Waldes wird vielfach bestätigt und auch international gelobt. Diese Waldbewirtschaftung braucht auch im Uferschutz keine über die ohnehin schon vorhandenen strengen forstlichen Bestimmungen hinausgehenden zusätzlichen bürokratischen Bewilligungspflichten des Naturschutzes. Gleiches gilt für ehemalige Auwälder, die keine mehr sind. Wir betonen die hohe Biodiversitätsleistung, die durch eine aktive Waldbewirtschaftung erreicht wird. So wirken die von Naturschutzseite immer wieder kritisierten Forststraßen, deren Bewilligungsgrenzen jetzt gelockert werden, in den meisten Fällen durch die Ermöglichung einer kleinflächigen Bewirtschaftungsweise sich sehr positiv auf die Artenvielfalt, die Biodiversität und den Naturschutz aus.

Klaus Schwarz, Hittisau