Leserbrief: “Babysitter der Nation”

In der Debatte “Ferien-Verkürzung” im ORF Vorarlberg heute hat die Lehrer:innen-Gewerkschafterin mit ihren Aussagen und der Ablehnung eines Diskurses nicht nur ihrer eigenen Gewerkschaft einen Bärendienst erwiesen, indem sie das Klischee der Verhinderer und Blockierer geradezu mustergültig bediente. Sie hat damit auch viele vor den Kopf gestoßen, denen Schule und Bildung ernsthafte Anliegen sind. Ihre Aussagen waren ein Affront gegenüber ihren Kolleg:innen, deren professionelle pädagogische Arbeit sie kurzerhand auf “Betreuung” reduzierte. Sie waren ein Affront gegenüber Eltern und all jenen, die mit vier bis sechs Wochen Jahresurlaub auskommen müssen. Und nicht zuletzt war es ein Affront gegenüber den Pflichtschüler:innen, deren Unterrichtszeit ohnehin knapp bemessen ist. Sie brauchen nicht weniger Bildung, sondern mehr. Als engagierte Lehrer:innen möchte man da mit unserem Bundespräsidenten sagen: “So sind wir nicht!”
Wolfgang und Gabriele Mittempergher, Sulz