Leserbrief: Wehrdienst – Wehrpflicht – Wehrrecht

Leserbriefe / 28.09.2026 • 13:00 Uhr
Leserbrief: Wehrdienst – Wehrpflicht – Wehrrecht

Beim Wehrdienst ist noch vieles offen. Das ungeliebte Kind österreichischer Politiker – “Unser Heer” – wird zurzeit ungewohnt verhätschelt. Die “aktuellen Entwicklungen” machen selbst aus den Grünen stramme Soldatenvertreter. Einen Murks orten die Freiheitlichen in den bekannt gemachten Zwischenergebnissen. Schlimmer als die Vorschläge der Wehrdienstkommission. Der Milizverband fordert, dass die Zeichen der Zeit erkannt werden. Mit dem kommenden Jahr soll der Wehrdienst auf >insgesamt< neun Monate (7 + 2) verlängert werden. Unser Vorarlberger Militärkommandant Georg Dialer möchte fürs Militär werben. Da wünsch ich ihm viel Erfolg. Er ist zufrieden, schließlich werde die Ausbildungsdauer erhöht und die Miliz wiederbelebt. Dass durch die Verlängerung der Wehrdienstzeit wieder in Verbänden geübt werden kann, macht für G. Dialer die Leistungsfähigkeit des Militärs aus. Da irrt unser Kommandant aber. In einem Verteidigungsfall wird sich unser Heer bestenfalls mit Bataillonen als größte Kampfeinheit verteidigen können. Die absolute Luftherrschaft eines jeden Gegners wird uns hier enge Grenzen setzen. So müsste, um dem Wehrdienst wirklich Sinn zu geben, zuerst eine Verteidigungsstrategie erarbeitet werden, die im Verteidigungsfall wirksam angewandt werden kann. Das wäre eine Aufgabe, hinter der das ganze politische Österreich stehen müsste (ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne). Die Neos?

Othmar Amann, Koblach