Leserbrief: Eiszeit in Hohenems

Eiszeit herrscht derzeit zwischen einigen Mannschaften der Eishockey-Landesliga und der Stadt Hohenems. Mehreren langjährigen Mietern der Kunsteisbahn Hohenems wurden wenige Monate vor Beginn der neuen Saison einfach die Eiszeiten gestrichen. Als Grund wurde angeführt, dass der Hohenemser Schlittschuhclub (HSC) mehr Eiszeiten für den Nachwuchs benötige. Auf Nachfrage beim HSC konnte dies jedoch nicht bestätigt werden. Es steht vielmehr die Vermutung im Raum, dass die Stadt schlichtweg nicht in der Lage oder nicht willens ist, ausreichend Eismeister für den Betrieb zu stellen. Da stellt sich die Frage: Warum werden in den letzten Jahren viele Millionen Euro an öffentlichen Geldern in die Sanierung einer Sportstätte gesteckt, nur um danach den Betrieb zurückzufahren? Die betroffenen Vereine sind auf diese Trainingszeiten extrem angewiesen, da es in der Region so gut wie keine Alternativen gibt. Ein Schreiben an den zuständigen Sportstadtrat der Stadt Hohenems, in dem die ausweglose Situation detailliert erklärt wurde, blieb bis heute unbeantwortet. Dieses Verhalten ist überaus unprofessionell. Genau wie bei dem banalen Kündigungsschreiben hätte man sich hier den persönlichen Kontakt und ein Gespräch auf Augenhöhe gewünscht.
Karol Rogulski, HC Torpedo Feldkirch