Leserbrief: Zum Nationalfeiertag

Zur VN-Karikatur vom 24.10.2026: Für mich als in der Nähe des Eisernen Vorhangs Aufgewachsenen, der sich noch an die Feierlichkeiten des Verlassens der letzten Besatzungssoldaten von 1955, die Flüchtlingsströme vom 1956er-Ungarnaufstand und die befürchtete Rückkehr der russischen Roten Armee nach der Niederschlagung des Prager Frühlings von 1968 erinnern kann, 1971 die Steiermark mit einem kleinen Puch-Auto via Ex-Jugoslawien verließ und den Tito-Kommunismus, danach in Spanien die Franco- und in Portugal die Estado-Novo-Diktatur kennenlernte, im 28 Jahre langen beruflichen Auslandsaufenthalt, der 1978 in Syrien unter der Hafiz-al-Assad-Diktatur begann, in Jordanien eine Monarchie, im folgenden sechs Jahre langen Irakaufenthalt Saddam Husseins Diktatur in der Zeit des Irak-Iran-Krieges erlebte, ab 1987 zwei Jahre in Polen mit dem Kommunismus während des Lech-Wałęsa-“Solidarność”-Aufstands zu tun hatte, 1990 im Königreich “Thailand” tätig war, ab 1991 mit Unterbrechungen in der Tschechoslowakei, DDR, weiteren zwei Jahren Polen, danach Kroatien, neun Jahre lang den Zerfall der kommunistischen Sowjetunion miterlebte, knapp zwei Jahre meiner Freizeit in Fidel Castros “Kuba-Sozialismus” verbrachte, ist die Demokratie die erstrebenswerteste Regierungsform. Wenn derzeit alte Menschen radikale Parteien wählen, ist es eine historische Dummheit, bei den jungen Menschen ist es dem Versagen der opportunistischen Politiker der etablierten Parteien, die nicht verstehen wollen, dass sie Jahrzehnte vieles falsch gemacht haben, geschuldet.
Alfred Fuchs, Dornbirn