Leserbrief: Mähen, Hacken, Heuen, Rupfen, Sammeln

Ich darf dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer – Hrn. Josef Moosbrugger – die Vielfaltertage ins Gedächtnis rufen: Die Vielfaltertage (Leitung Natura 2000-Regionsmanagement) sind für jene gedacht, die sich aktiv für die Vielfalt der Natur in Vorarlberg einsetzen. Mit Arbeitshandschuhen, Werkzeug und Arbeitskleidung geht’s bei (fast) jedem Wetter ans Werk. Im Jahr 2025 an 103 Tagen, mit 838 Teilnehmenden, die 2565 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet haben. Entfernen von Neophyten und Problempflanzen zur Bewahrung der natürlichen Artenzusammensetzung von Wiesen und Weiden; Lebensraumverbesserung für Wiesenbrüter; Schaffung von Lebensräumen für das Birkhuhn, Auerhuhn, Haselhuhn & Co. Dann gibt es noch den Amphibienschutz: Rund 130 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind im Einsatz. Sie sammeln die Tiere in eingegrabenen Kübeln und tragen sie sicher über die Straße – oder legen Laichgewässer für die Gelbbauchunke an. In der Aufzählung fehlen noch unzählige Tätigkeiten, die von Naturschutzorganisationen ehrenamtlich geleistet werden. Das sind laut Meinung von Kammerpräsident Moosbrugger die “selbst ernannten UmweltschützerInnen” bzw. “LobbyistInnen”, die “künstlichen Alarmismus” verbreiten? Ob Leserbriefschreiber auch jemals einen Beitrag für die Natur geleistet haben, erklärt sich nun wohl von selbst.
Doris Zucalli, Dornbirn