Der Teufel ist ja rasch zur Stelle

Leserservice / 04.12.2019 • 15:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stella Roberts als Martha, Hubert Dragaschnig verkörpert den Teufel.VN/Paulitsch
Stella Roberts als Martha, Hubert Dragaschnig verkörpert den Teufel.VN/Paulitsch

Virtuos geschriebenes Stück „Lamm Gottes“ von
Michael Köhlmeier.

20 Uhr, Theater Kosmos, Bregenz Eine Hochzeitstafel, eine schöne Braut und ein Gast, der nie von jemandem eingeladen wird: Das Fest ist vorüber und der Tod ist gekommen, um den Bräutigam noch in der Hochzeitsnacht zu holen. In ihrer Verzweiflung lässt sich die Braut auf einen Handel mit dem Teufel ein. Zwei streunende Katzen philosophieren über Fressen und Gefressenwerden. Ein zwielichtiger Prediger scheint die Fäden der Handlung in der Hand zu halten. Seine Erzählung führt den Zuschauer in die Abgründe des Herzens, der Tod singt dazu seine dunklen Liebeslieder und der armen Braut Martha könnte nur noch Gott helfen, aber der ist weit, weit fort, hinter 100 Vorzimmern, in denen 100 strenge Engel sitzen. Ein Mysterienspiel über Gott und Teufel, die Liebe, über Leben und Tod, also über die Welt und wahrscheinlich auch darüber, was sie im Innersten zusammenhält.

„Lamm Gottes“, geschrieben von Michael Köhlmeier, wurde bei der Uraufführung und Premiere am 21. November mit großer Begeisterung, die sowohl der Regie als auch den Darstellern galt, aufgenommen. Das Stück steht noch bis 14. Dezember auf dem Spielplan, bevor es im Frühjahr 2020 am Schauspielhaus Salzburg gezeigt wird.

VVK: www.theaterkosmos.at, Bregenz Tourismus, Tel. 05574 4080, www.v-ticket.at, Ländleticket; Abendkasse an Vorstellungstagen ab 18 Uhr unter Tel. 05574 44034 .