Direktanschluss an die Pisten

Vorarlberg / 12.10.2017 • 20:25 Uhr
Während die Bergstation schon so gut wie fertig ist, muss bei der Talstation noch einiges gemacht werden. Skilifte
Während die Bergstation schon so gut wie fertig ist, muss bei der Talstation noch einiges gemacht werden. Skilifte

Die Arbeiten an der neuen Dorfbahn in Warth befinden sich auf der Zielgeraden.

Warth Bislang waren die Gäste in Warth auf das Auto oder den Bus angewiesen, um zur Steffisalpbahn, Jägeralpbahn oder Saloberbahn und somit ins Skigegiet Warth-Schröcken zu gelangen. Ab der kommenden Wintersaison wird das anders. Mit der Dorfbahn bekommt das Warther Ortszentrum einen Direktanschluss an die Pisten. „Der Seilzug wurde bereits gemacht. Wir sind so gut wie startklar“, sagt Günter Oberhauser, Geschäftsführer der Skilifte Warth.

In der Woche vom 20. November ist die Abnahmeverhandlung geplant. Das Besondere daran: Die Bahn war bis zum Konkurs sieben Jahre lang in Pettneu am Arlberg im Einsatz. Entsprechend „einmalig“ war laut Oberhauser auch das Verfahren: „Seit 2003 gibt es ein neues Seilbahngesetz, darin wurde die Wiederaufstellung neu geregelt. Die Dorfbahn ist meines Wissens die erste Bahn in Österreich, die nach dem neuen Seilbahngesetz wiederaufgestellt wurde“, erläutert er. Die Motorleistung, die Förderleistung, die Länge der Bahn, die Stützen – für die Warther hat alles genau gepasst. „Es ist eine tipptopp Bahn, wie neu“, schwärmt der Skiliftchef. Um keine Experimente einzugehen, wurde lediglich das Seil ausgetauscht. Eine erste Überlegung sei gewesen, auch die Talstation zu übernehmen. Da in Warth allerdings mit einer anderen Schneelast zu rechnen sei, war das nicht möglich.

Vier Millionen

Finanziert wird die vier Millionen Euro teure und 420 Meter lange Dorfbahn über eine Gesellschaft, an der die Skilifte Warth, die Gemeinde Warth, die Raiffeisenbank Lech-Warth, das Hotel Biberkopf sowie Thomas Walch und Rainer Huber beteiligt sind. Die offizielle Inbetriebnahme ist zum Saisonauftakt am 8. Dezember geplant.

Schnee wird es zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall geben, versichert der Skiliftechef: Denn investiert wurde diesen Sommer auch in eine neue Beschneiungsanlage inklusive Schneiteich. Die über 100 Schneekanonen sollen in vier Wochen einsatzbereit sein und fortan dafür sorgen, dass pro Bahn eine Abfahrt beschneit ist. VN-ger