Die Heimkehr des Dominic Zwerger

Besondere Premiere: Mit 29 Jahren läuft der Dornbirner erstmals auf Feldkircher Eis auf – mit dem Nationalteam.
Feldkirch 29 Jahre alt musste der in Dornbirn geborene Dominic Zwerger werden, um endlich einmal auf heimischen Eis sein großes Eishockey-Können zeigen zu können. Morgen trifft der linke Flügel mit Österreichs Nationalteam im altehrwürdigen Feldkircher Eishockey-Tempel (19 Uhr) im freundschaftlichen Länderspiel auf Nachbar Italien. Erstmals seit 14 Jahren gastieren die besten Eishcokey-Cracks Österreichs wieder in der Montfortstadt.
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Darauf angesprochen von den VN nach dem ersten Training auf Vorarlberger Eis musste Zwerger kurz überlegen, um dann schmunzelnd festzustellen, „dass ich eigentlich nur in der Jugend hier in der Halle gespielt habe. Aber im Erwachsenenbereich ist das tatsächlich mein erstes Spiel im Feldkircher Rink“.
Umso größer ist die Vorfreude, auch weil Freunde und Familie heute vor Ort sein werden, „wobei Frau und Kinder nicht dabei sind, die Kids müssen ja in die Schule“, so Zwerger, der nach dem Saisonende mit HC Ambri-Piotta zuletzt eine Woche Kraft tanken konnte. „Die paar Tage hat es aber auch gebraucht, die Saison war schon lange. Aber ich habe mich schon auf das Zusammentreffen mit meinen Kollegen hier im Nationalteam gefreut“, spielt der 29-Jährige die vorhandene Vorfreude auf die Weltmeisterschaft ab Mitte Mai in der Schweiz an. Darauf wurde Zwerger im Laufe der letzten Monate auch immer wieder in der Schweiz angesprochen: „Natürlich wurde ich oft damit in Verbindung gebracht und darauf hingewiesen, dass ich ja mit Österreich auch dabei bin. Das ist für mich auch die ganz hohe Schublade – eine WM mit meinem Heimatland in meiner Wahlheimat zu spielen ist definitiv etwas Besonderes für mich“.
Klassenerhalt bleibt das Ziel
Mit Österreichs Nationalmannschaft konnte Zwerger in den letzten Jahren mehr als nur aufzeigen, doch der Publikumsliebling beim Schweizer Kultklub HC Ambri-Piotta, tritt auf die Euphoriebremse: „Auch wenn wir bei den letzten Turnieren mit unseren Leistungen für Überraschungen sorgen konnten, bleibt unser Ziel gleich: Klassenerhalt“.

Wobei ihm bei den Gedanken an die Spiele gegen die Schweiz, Deutschland, Finnland oder gegen Titelverteidiger USA das Wasser im Mund zusammenläuft, weiß er, „dass die beiden ersten Matches gegen Großbritannien (16. Mai, Zürich) und Ungarn (17. Mai, Zürich) schon enorm wichtig sein werden, um unser großes Ziel zu erreichen. Deswegen heißt es von Start weg voll da sein und performen. Die Matches gegen die Gastgeber oder eben auch dem Nachbarn Deutschland sind dann absolute „Zuckerl“ für uns, in denen wir zeigen wollen, dass wir mehr als nur Paroli bieten können“.

Daher misst Zwerger dem Testspiel morgen gegen Italien bereits viel bei, „auch weil sie bei Olympia ein gutes Turnier gespielt haben. Zudem ist Italien ebenfalls bei der WM am Start. Also ein super Test für uns, den wir hoffentlich vor einer tollen Kulisse hier in der Vorarlberghalle positiv gestalten können“.
Umzug erst nach der WM
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Der Fokus ist also voll auf Österreichs Nationalteam gerichtete, der Umzug innerhalb der Schweiz zum EC Biel-Bienne im Sommer wurde auf Juni verlegt. „Ich war mit der Familie aber schon zu einem Lokalaugenschein in Biel und wir freuen uns alle auf die neue Challenge“, erläutert der 29-Jährige, der nach neun Jahren Ambri-Piotta verlässt: „Eine Luftveränderung war an der Zeit. Ich wollte mit dem Wechsel eben nochmal in meiner Karriere was Neues erleben“.
Freude für Reinbacher

Während sich der gebürtige Dornbirner mit dem Nationalteam auf die WM vorbereitet, blieb ihm das NHL-Debüt von David Reinbacher bei den Montreal Canadiens nicht verborgen. „David hat es sich absolut verdient, weil er oft mit Verletzungen zu kämpfen hatte, aber dran geblieben ist. Ich hoffe für ihn, dass er sich dort festbeißt“, so Zwerger, der aber offen zugibt, „dass David uns im Nationalteam bei der WM sicher weiterhelfen könnte. Aber ich bezweifle, dass sich das ausgeht“.

Ebenso freuen würde sich der OEHV-Crack über einen Mitspieler namens Marco Rossi: „Wenn wir einen Spieler in seinem Kaliber dazu bekommen würden, wäre das großartig. Wie aber der Stand der Dinge bei ihm sind, weiß ich nicht“.