“Langsam” in die Zukunft: Slow Food startet Jugendprogramm

Lokal_N / 15.10.2026 • 16:21 Uhr
"Langsam" in die Zukunft: Slow Food startet Jugendprogramm
In der Landesberufsschule Lochau wird jetzt noch bewusster mit Lebensmitteln umgegangen. VN/Mayer

Slow Food Vorarlberg legt mit eigenem Jugendprogramm los. Das erste Projekt entsteht mit der Landesberufsschule Lochau.

Lochau Weltweit fördert die Slow-Food-Bewegung eine umweltfreundliche und faire Ernährungskultur, die sich natürlich dem Genuss nicht verschließt. Der Verein “Slow Food Vorarlberg” setzt sich seit 30 Jahren auch im Land für den Erhalt traditioneller, nachhaltiger Lebensmittel und bewussten Genuss ein. Nun startet der Verein (in der weltweiten Vereinssprache Convivium genannt) ein Jugendprogramm namens “Slow Food Vorarlberg Youth”. Die Gründungspatenschaft haben die Vorarlberger Raiffeisenbanken übernommen.

Gut, gesund, regional

“Mit Slow Food Vorarlberg Youth wollen wir Jugendliche dazu motivieren, eine gute, gesunde und überwiegend regionale Ernährungskultur zu entwickeln und weiterzugeben”, so Wolfgang Ponier, Präsident von Slow Food Vorarlberg. Dazu werden in den nächsten Monaten gleich mehrere Jugendprojekte aus der Taufe gehoben, das erste Projekt ist die “Slow Food Vorarlberg Schule”, die mit der Landesberufsschule Lochau umgesetzt wird.

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Erst die Gründung, dann der Genuss (v. l.): Raphael Kiene (Raiba), SF-Präs. Wolfgang Ponier, Andrea Werle (Fachlehrerin Kochen), Raiba-Vorstand Manfred Miglar, LBS-Direktor Heinz Mersich, Dennis Brunner (Fachlehrer Kochen), SFV-Vize Matthias Ammann.SFV

Slow-Food-Vize Matthias Ammann: “Solche großen Vorhaben sind nur mit starken Partnern möglich.” Deshalb lade der Verein Unternehmen und Organisationen ein, Programmpatenschaften zu übernehmen. Die Raiffeisenbanken machen den Anfang und unterstützen das neue Jugendprogramm: “Eine nachhaltige, gesunde und regionale Küche schmeckt nicht nur, sie ist auch wertvoll”, betont Manfred Miglar, Marktvorstand der Raiffeisen Landesbank. “Vom Essen in der Familie bis hin zum Tourismus profitieren wir alle davon.”

Landesberufsschule als Pilot

Startschuss der Patenschaft ist ein Projekt mit der Gastro-Landesberufsschule in Lochau. Ponier, der selbst an dieser Schule unterrichtet hat: “Die Landesberufsschule Lochau arbeitet schon seit vielen Jahren im Sinne der Slow-Food-Prinzipien. Jetzt werden wir die bisherige wertvolle Arbeit mit den Lehrenden und Lehrlingen nochmals auf ein höheres Niveau bringen.” Ponier verspricht: “In Zusammenarbeit mit der Slow Food Universität in Pollenzo werden künftig die besten Absolventinnen und Absolventen der LBS Lochau die Möglichkeit eines Kurzstudiums in Pollenzo erhalten.” Heinz Mersich, Direktor der Schule, ist begeistert: “Künftig werden wir gemeinsam mit unseren Lehrlingen noch stärker auf die Prinzipien ‚gut, sauber und fair‘ achten und noch mehr Slow-Food-Akzente setzen.”

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Erst die Unterschrift, dann das neue Programm: v. l. Raphael Kiene, Vorstand Manfred Miglar (beide Raiffeisen), Slow-Food-Präs. Wolfgang Ponier und Vizepräs. Matthias Ammann.SFV