PSA Peugeot Citroën mit historischem Verlust

Markt / 13.02.2013 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
PSA Peugeot Citroën fuhr einen hohen Verlust ein. Foto: reuters
PSA Peugeot Citroën fuhr einen hohen Verlust ein. Foto: reuters

Autobauer verbuchte 2012 ein Minus von fünf Milliarden.

paris. Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat einen Jahresverlust von historischen Dimensionen bekannt gegeben. PSA verbuchte im Jahr 2012 ein Minus von fünf Milliarden Euro, so viel wie nie zuvor. Das Ergebnis spiegele das schlechte Umfeld auf dem europäischen Automarkt wider, so Konzernchef Philippe Varin. Im Vorjahr hatte PSA noch 600 Millionen Euro verdient. Der Umsatz aus dem Verkauf neuer Autos ging um 12,4 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro zurück. Den operativen Verlust aus dem Autobau bezifferte der Konzern mit 1,5 Milliarden Euro – dazu hätten die schwache Nachfrage und hohe Beschaffungskosten etwa für Stahl beigetragen.

Der europäische Automarkt ging 2012 um 8,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 1995 zurück. Der französische Markt schrumpfte gar um 13,9 Prozent. PSA Peugeot Citroën baut rund zwei Drittel der in Frankreich verkauften Autos. Der Kurs der Aktie des Unternehmens ist im Laufe des Jahres 2012 um knapp 60 Prozent eingebrochen. Peugeot sieht aber trotz der Verluste ein Ende der Durststrecke. Um aus der Misere herauszukommen, will Peugeot 8000 Stellen streichen und ein Werk schließen. Dabei liege man über Plan, gab sich Peugeot-Chef Philippe Varin optimistisch. Bisher seien die Ausgaben um 1,2 Mrd. Euro gesenkt worden. Im laufenden Jahr sollen weitere 900 Mill. Euro hinzukommen.