Ab Montag wird’s im Flugzeug enger

Markt / 26.03.2013 • 22:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Könnte schon im Herbst Richtung Wien abheben: Die Intersky.
Könnte schon im Herbst Richtung Wien abheben: Die Intersky.

Ab Montag fliegt nur noch People’s nach Wien. Bald könnte aber Inter­Sky wieder abheben.

Altenrhein. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch am Flughafen Altenrhein gibt man sich cool. „Wir gehen davon aus, dass wir mit unseren drei Rotationen das Auslangen finden“, sagt Thomas Mary, Sprecher der People’s Viennaline, kurz vor der Umstellung auf den Sommerflugplan. Man schaue sich die Entwicklung an und werde dann die geeigneten Maßnahmen treffen, läßt er offen, ob es zu weiteren Flügen von Altenrhein nach Wien kommen werde. Einen Code Share mit der AUA, der für Flugpassagiere, die ab Wien weiterfliegen wollen, komfortabel wäre, gibt es nach wie vor nicht. „Es gibt keine Gespräche“, setzt er den Hoffnungen der Vielflieger Grenzen.

Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen. Die People’s Viennaline hat das IATA Operational Safety Audit (IOSA) diesen Monat erfolgreich bestanden. „Mit dem Zertifikat bestätigt eine weitere Instanz, dass der Flugbetrieb der People’s Viennaline absolute Sicherheit gewährleistet,“ stellt Mary fest.

Die Preise blieben stabil, bekräftigt People’s. Dennoch ist zwischen der aktuellen Osterwoche und den Preisen in einem Monat ein großer Unterschied festzustellen. Sind aktuell 99 Euro für ein Oneway-Ticket nach Wien zu berappen, so sind es in einem Monat 149 Euro. Die Gefahr zu großer Schwankungen ist den People’s-Managern bewusst: Man habe bei der Austrian 2007 gesehen, dass große Preisschwankungen von den Fluggästen abgestraft werden, sagt Mary. Pro Flug haben übrigens 76 Passagiere in der „Embraer 170“ Platz, an „Großkampftagen“ wird es im Flugzeug allerdings eng.

Dass die Wien-Flieger nicht auf Gedeih und Verderb einem Monopolisten ausgesetzt sind, wünscht sich besonders die Vorarlberger Wirtschaft, die wiederholt bedauert hat, dass es keine „gesunde Konkurrenz“ mehr auf der Strecke gebe. Wie aus zuverlässiger Quelle zu hören ist, erwägt die ab Friedrichshafen fliegende InterSky im Herbst den Wiedereinstieg ins Wien-Geschäft. Man rechne sich in der Bregenzer Zen­trale eine gute Auslastung auf der „Business-Rennstrecke“ nach Wien aus. Jetzt werde man sich die Entwicklung genau ansehen und könnte dann relativ schnell Nägel mit Köpfen machen.

Bei der derzeit guten Auslastung des Wien-Pioniers auf den diversen Strecken, z. B. Zürich–Salzburg oder Zürich–Graz, wäre allerdings ein neues Flugzeug vonnöten. Ob die Maschine bis im Herbst startklar ist, will niemand bei InterSky bestätigen. Die für Vorarlberg so wichtige schnelle Verbindung nach Wien dürfte bei einem Wiedereinstieg von InterSky aber nachhaltig gesichert sein.

Vorarlberg in der Luft

People’s Viennaline

» People’s Viennaline firmiert unter Altenrhein Luftfahrt GmbH

» Besitzer: Altenrhein Realco AG, Schweiz (100 %)

InterSky Luftfahrt GmbH

» Gesellschafter: Brigitte Privatstiftung (22,1062 %)

» Intro Aviation GmbH, Deutschland (24,7006 %)

» Intro Beteiligungsgesellschaft mbH (25,0998 %)

» PEON Beteiligungs GmbH, Deutschland (25,0998 %)

» Christian Seewald (0,9979 %)

» Günter Seewald (0,9979 %)

» Rolf Seewald (0,9979 %)