Seestadt: Es wird 2014

Markt / 24.06.2013 • 21:18 Uhr
Seestadt: Es wird 2014

Im Herbst werden Pläne für Seestadt und Seequartier den Bregenzer Bürgern vorgestellt.

Bregenz. Er wolle nicht auf 2023 warten, bis mit der Bebauung der Seestadt und des Seequartiers begonnen wird, so der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart bei einer Bürgerinformationsveranstaltung 2007. Man soll das Gelände einer „portionierten Verwertung“ zuführen, sagte er damals.

Zwei Jahre später waren die Vorstellungen bereits konkreter: Es galt einen „Meilenstein in der Geschichte von Bregenz“ (so Linhart) zu feiern. Der Masterplan wurde 2009 vorgestellt. Daran mitgearbeitet haben Fachleute und Bürger. Wesentliches Merkmal des Plans: Der Straßenverlauf wird beibehalten. Unter dem gesamten Areal soll es eine Tiefgarage geben. Es wird außerdem mittels einer Brücke eine Verbindung zu den Seeanlagen geschaffen, während auch die Bahnhofsüberführung neu gestaltet werden soll. Einen vertikalen Akzent könnte ein Hotel direkt am Bahnhofsvorplatz setzen. Der jetzige Parkplatz wird einer Einkaufspassage weichen, diese führt durch einen offenen Gebäudekomplex. Letztere sollen auch auf dem Areal westlich des jetzigen Bahnhofs entstehen.

Fieberhafte Arbeiten

Im Herbst 2010 solle mit dem Bau begonnen werden, so der Bürgermeister damals. Es wird Jahre später. Frühestens zu Jahresbeginn 2014 werden die Bagger auffahren. Nach wie vor beschäftigen sich Architekten, Generalunternehmer und Politiker mit der Gestaltung des Areals, das den Raum zwischen Innenstadt und Vorkloster überbrücken wird und rechnen fieberhaft, wie das Projekt sowohl gestalterisch wie auch wirtschaftlich erfolgreich werden kann.

Projektvorstellung im Herbst

Bernhard Ölz, Sprecher der Seestadt-Projektentwickler Prisma und SES (Spar European Shopping Centers), glaubt den Durchbruch geschafft: „Wir werden im Herbst die beiden Projekte bei einer Bürgerinformationsveranstaltung vorstellen. Jetzt arbeiten wir noch an Details der gemeinsamen Infrastruktur, beispielsweise an der Tiefgarage und den Zufahrten.“ In den Gesprächen geht es auch um die Handelsflächen im Seequartier, das von der ARGE Rhomberg Bau, der I+R Gruppe und Zima errichtet wird. Offen ist nach wie vor die Unter- bzw. Überführung des Bahnhofs, weil es von den ÖBB noch keine klaren Absichtserklärungen dazu gibt. Und im Raum stehen die Errichtung des Kinocenters, gegen das es auch politische Stimmen gibt. Ebenfalls unklar: Gibt es ein Hotel? Was mit den beiden Türmen passieren soll, die Architekt Dietmar Eberle als Landmark am westlichen Ende des Bahnhofs vorgeschlagen hat, ist ebenfalls ungewiss. Eberle gegenüber den VN: „Ich weiß nicht, was da passiert.“ Und zur Seestadt: „Ich kenne keine Details, aber die jetzige Planung ist besser als der ursprüngliche Entwurf.“

Was erwarten Sie von Seestadt und Seequartier? Nutzen Sie das Bürgerforum, um Ihre Meinung zu sagen. http://www.vorarlbergernachrichten.at/buergerforum