Zumtobel hofft auf Licht am Ende des Tunnels

Markt / 26.06.2013 • 21:21 Uhr
Zumtobel-Referenz-Projekt Konzerthaus HARPA in Reykjavík, Island, Innenansicht. Foto: Zumtobel
Zumtobel-Referenz-Projekt Konzerthaus HARPA in Reykjavík, Island, Innenansicht. Foto: Zumtobel

Die Dornbirner Zumtobel-Gruppe tappt immer noch im Konjunkturdunkel.

Dornbirn. Am Dienstag meldete Tridonic das Aus für das Werk Fürstenfeld, gestern den Einbruch des Jahresergebnisses gegenüber 2011/12 um 60,1 Prozent von 15,2 Millionen auf 6,1 Millionen Euro 2012/13. Und gleich vorweg: Die Aussichten sollen zumindest kurzfristig nicht besser werden, so der Vorstandsvorsitzende (CEO) Harald Sommerer bei der Präsentation des Bilanzergebnisses im Dornbirner Lichtforum. Aber: Dass es ewig so abwärtsgeht – davon gehen wir nicht aus.“

Die Zeiten sind nicht einfach für den Leuchtenhersteller, auch die Aktionäre werden heuer nicht mehr als 7 Cent pro Aktie (Ergebnis: 14 Cent, Auszahlung 50 Prozent) ausbezahlt bekommen. Mit 35,4 Prozent ist nach wie vor die Familie Zumtobel Kernaktionär des Elektronikkonzerns.

Wachstum im LED-Bereich

Aber es gab auch gute Nachrichten. Im LED-Bereich dürfen sich die Zumtobel-Leute über dynamisches Wachstum mit einem Plus von 49,8 Prozent freuen. Damit werde die Strategie bestätigt, trotz schwieriger Rahmenbedingungen in den Ausbau eines innovativen Produktportfolios zu investieren. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreichten 69,1 Mill. Euro, das ist ein neuer Höchststand von 5,6 Prozent des Umsatzes. Wenn das Konjunkturtief durchtaucht sei, so Sommerer, sei man auf jeden Fall startklar. Die Restrukturierungsmaßnahmen bei Zumtobel, Thorn und Tridonic führten 2012/13 zu negativen Kosteneffekten von 14 Mill. Euro.

Erfreulich sei die positive Entwicklung beim Working Capital und dem Free Cashflow, so Finanzvorstand (CFO) Mathias Dähn: „Wir konnten in beiden Segmenten Fortschritte erzielen.“ Im Vergleich zum 30. April 2012 habe sich sich der Working- Capital-Bestand von 17,8 auf 15,8 Prozent des Zwölfmonatsumsatzes reduziert. Dass man zumindest an das Licht am Ende des Konjunkturtunnels glaubt, zeigt eine Zahl: 179 statt bislang 158 Lehrlinge lernen bei Zumtobel und sollen den nach wie vor herrschenden Fachkräftemangel lindern helfen.

Wir investieren 20 Millionen in den Neubau in Dornbirn. Damit sind wir für die Zukunft gerüstet.

Harald Sommerer, CEO

Zumtobel in Zahlen

Das Geschäftsjahr 2012/13 in Mill. Euro

» Umsatzerlöse 1243,6

» Bereinigtes EBIT 35,7

in % vom Umsatz 2,9

» Jahresergebnis 6,1

in % vom Umsatz 0,5

» Bilanzsumme 994,8

» Eigenkapital 357,4

Eigenkapitalquote in % 35,9

» Nettoverbindlichkeiten 113,2

» Cashflow aus dem
operativen Ergebnis 79,8

» Investitionen 59,5

in % vom Umsatz 4,8

» Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter

(Vollzeitkräfte) 7162