Aufwind mit alkoholfreiem Weizen

20.03.2014 • 21:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stoßen auf eine erfolgreiche Zukunft an: Die Geschäftsführer Wolfgang Sila (links) und Andreas Rosa.  
Stoßen auf eine erfolgreiche Zukunft an: Die Geschäftsführer Wolfgang Sila (links) und Andreas Rosa.  

Umsatz bei Fohrenburger mit 20,45 Mill. Euro leicht rückläufig. Große Investitionen in Energieeinsparung.

Bludenz. (VN-toh) Europaweit ist der Bierkonsum rückläufig. Diesem Trend konnte sich die Brauerei Fohrenburg zwar nicht ganz entziehen, mit minus 2,9 Prozent blieb der Umsatz im vergangenen Jahr aber annähernd stabil. Geschuldet ist dieser Rückgang vor allem dem Einbruch der Exportquote (-22,3%). „Uns sind im Ausland leider ein paar wichtige Partner abhanden gekommen“, erklärte Neo-Geschäftsführer Wolfgang Sila anlässlich der Jahres­bilanzpressekonferenz. Aber: Der Start ins neue Jahr war fulminant. Die Bludenzer Brauerei hatte zum gestrigen Stichtag ein Plus von
16,5 Prozent (über 1000 Hektoliter Bier) in ihren Büchern stehen.

Geprägt war das vergangene Geschäftsjahr aber auch von zahlreichen Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz. Anstrengungen, die sich lohnen sollten, denn rund eine Million Euro konnte eingespart werden. 26 Prozent weniger Abwasser sowie je 17 Prozent weniger Strom-, Gas- und Reiningungsmittel wurden verbraucht.

Weg weiter verfolgen

Dieser Weg will die Fohrenburg auch dieses Jahr weitergehen und die Wärmerückgewinnung in den Vordergrund stellen.

Investiert wird auch in neue Produkte. Ab kommenden Dienstag werden Freunde des einzigen Vorarlberger Weißbiers noch mehr auf ihre Kosten kommen. Fohrenburger bringt nämlich das alkoholfreie Weizenbier auf den Markt. „Ein alkoholfreies Bier zu brauen, ist immer eine Herausforderung, denn der Alkohol ist der eigentliche Geschmacksträger. Aber aus Weizen- und Gerstenmalz, sowei dem Brauwasser gewinnen wir die Vorderwürze, und ein besonderer Hopfen verleiht dem alkoholfreien Weizen seinen zitrusartigen Charakter und die Spritzigkeit“, erklärt Brauleiter Andreas Rosa.

Après-Sport-Drink

Die neue Errungenschaft im Bier-Sortiment soll zwar ein Drittel weniger an Kalorien haben, dafür isotonisch sowie reich an Mineralstoffen und Vitaminen sein. Rosa sieht das Getränk daher auch als idealen Durstlöscher nach dem Sport.

Die Bludenzer gehen damit auf den Trend am Biermarkt ein – alkoholfreie Biere nahmen 2013 in Österreich um 30,4 Prozent zu.

Neues Museum

Neues gibt es bei der Fohrenburg aber auch außerhalb des Braukessels. Die alte Schreinerei wird neu gestaltet. Wird innen komplett umgebaut und soll zukünftig als Besucherzentrum dienen. „Unsere Brauerei wurde in den letzten Jahren immer beliebter für Besichtigungen. Deshalb investieren wir, um die Brauerei noch mehr zu einem Erlebnis zu machen“, sagt Marketingleiterin Sabine Treimel.

Es braut sich also einiges zusammen in der südlichsten Brauerei Vorarlbergs.

Fohrenburger

Fakten zum Geschäftsjahr 2013

» Umsatz 2013: 20,45 Mill. Euro (-2,9%)

» Mitarbeiter: 94 (+11 in Tirol)

» Gesamtausstoß: 213.870 hl

» Eigenproduktion Bier (154.153 hl)

» Diezano Limonade (23.744 hl)

» Getränkehandelsware (35.973 hl)

» Exportanteil: 6,5% (-22,3%)