Kein Steuer-Schlupfloch mehr für Konzerne

Markt / 20.06.2014 • 18:29 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Luxemburg. Europa engt den Spielraum für die umstrittene Steuersparerei internationaler Konzerne ein. Die EU-Finanzminister stimmten gestern in Luxemburg einer Gesetzesreform einstimmig zu. Konzerne mit Töchtern in mehreren Mitgliedsländern sollen nicht mehr deren unterschiedliche Steuersysteme ausnutzen können, um letztlich überhaupt keine Unternehmensteuern mehr zahlen zu müssen. Bislang war es möglich, dass Konzerne von einem legalen Steuerkniff Gebrauch machen, wonach die Dividenden für Tochtergesellschaften steuerfrei bleiben können. Das EU-Parlament kann bei der Reform noch mitreden, seine Meinung ist aber nicht bindend. Die neuen Vorschriften müssen bis Ende kommenden Jahres in den Mitgliedstaaten im jeweiligen nationalen Recht verankert werden.

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