Aktienmärkte: Ukraine und Irak belasten

Markt / 27.06.2014 • 19:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Roland Rupprechter
Roland Rupprechter

schwarzach. Die europäischen Aktienbörsen haben diese Woche auf breiter Front nachgegeben. Der Leitindex Dow Jones Eurostoxx 50 war infolge negativer Vorgaben aus Übersee unter Druck geraten. Für weitere Kursverluste haben dann die geopolitischen Risiken in der Ukraine sowie im mittleren Osten gesorgt. In der Ukraine stand die Waffenruhe nach einem Abschuss eines Militärhubschraubers durch angeblich prorussische Separatisten bereits wieder auf wackligen Beinen. Im Irak verzeichneten die Islam-Extremisten der ISIS-Bewegung weitere Gebietsgewinne, womit ein militärisches Eingreifen der USA immer wahrscheinlicher wird. Hier könnte besonders der mögliche Anstieg des Ölpreises die Aufwärtsdynamik der Aktienmärkte abbremsen. Seit den Unruhen im Irak verteuerte sich ein Barrel Rohöl der Sorte Brent um über drei Prozent. Auch Daten aus den USA konnten die Börsen nicht in Schwung bringen. Zwar sank die Zahl der Anträge für Arbeitslosenhilfe in den USA auf 312.000, allerdings lag man damit im Rahmen der Erwartungen. Dementsprechend unbeeindruckt zeigten sich die amerikanischen Aktienmärkte. Die Konstellation aus hoher Bewertung ohne starken Gewinntrend bei gleichzeitig anhaltend hohen geopolitischen Risiken macht die Börsen im Sommer anfällig für Rückschläge, was umgekehrt wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten bietet.

roland.rupprechter@hypovbg.at,
Roland Rupprechter, MBA,
Leiter Asset Management bei der Hypo Landesbank Vorarlberg

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