Wilhelm+Mayer: Neue Zentrale und Erweiterung des Marktes

Markt / 20.07.2014 • 22:03 Uhr
Johannes Wilhelm, Geschäftsführer von Wilhelm + Mayer, vor den Plänen der Firmenzentrale.  Foto: VN/Scalet  
Johannes Wilhelm, Geschäftsführer von Wilhelm + Mayer, vor den Plänen der Firmenzentrale. Foto: VN/Scalet  

Das Götzner Bauunternehmen Wilhelm + Mayer richtet sich für die Zukunft aus.

Götzis. (VN-sca) Als Hugo Wilhelm und Erwin Mayer ihre Arbeitsgemeinschaft gründeten, waren sie noch als Subunternehmer für die Firma Nägele tätig, sie übernahmen selbstständig Maurer- und Verputzarbeiten. Am 1. Jänner 1937 wurde das Unternehmen „Wilhelm + Mayer Baugeschäft“ im Firmenbuch eingetragen. Richtig los ging es für das Götzner Unternehmen aber erst nach dem Krieg. Heute führt Johannes Wilhelm (46) die Firma in dritter Generation. Aber immer noch am ersten Standort mitten in Götzis, „Am Bach“, und der platzt aus allen Nähten. Der Bauhof wurde bereits vor Jahren nach Klaus ausgelagert, nun wird ein neues Verwaltungsgebäude erstellt.

Moderne Arbeitsplätze

Rund 3,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in das Gebäude, das nur wenige Hundert Meter entfernt an der Landesstraße entsteht. Arbeitsplätze für rund 55 Personen werden in dem vom „Architekturterminal“ (Architekten Martin Hackl und Dieter Klammer) entworfenden Gebäude entstehen, so Firmenchef Johannes Wilhelm im Gespräch mit den VN. Während die Verwaltung derzeit in verschiedenen Gebäuden und „Notquartieren“ untergebracht ist, werden die Abteilungen bis Ende 2015 alle in modernen Büros untergebracht. Baubeginn ist im September. Natürlich wird dann das derzeitige Firmengelände für neue Projekte zur Verfügung stehen – an dieser Stelle könnte attraktiver Wohnraum in ruhiger und dennoch zentraler Lage entstehen. Den hat Wilhelm + Mayer in der Standortgemeinde auch in den letzten Jahren geschaffen. Als Gesellschafter der „Am Garnmarkt“-Immobilienprojektentwicklung hat das Bauunternehmen an einem der meistbeachteten Projekten der Zentrumsentwicklung mitgewirkt.

Unter den Größten

250 Mitarbeiter hat das Unternehmen und zählt damit schon zu den größten der Branche in Vorarlberg. Durch den Kauf von 75 Prozent des Dornbirner Unternehmens „Rümmele Bau“ kommen rund 40 weitere Mitarbeiter dazu. Das Dornbirner Unternehmen habe man gekauft, um den Aktionsradius geografisch in Richtung Unterland zu erweitern, sagt Wilhelm. In der Region sei man in allen Geschäftsfeldern gut vertreten, nun wolle man auch im Bezirk Dornbirn verstärkt im Wohnbau aktiv werden. Rümmele Bau ging aus dem 1958 gegründeten Baugeschäft Rümmele hervor. Die Firma wird eigenständig weitergeführt, der neue Mehrheitseigentümer wird von Wilhelm als Geschäftsführer und Markus Schmid als Prokurist vertreten.

Den Umsatz (2013: 35 Millio­nen Euro) macht das Unternehmen je zur Hälfte im Hochbau und im Tiefbau. Derzeit errichtet Wilhelm + Mayer gerade die Brunstobelbrücke zwischen Doren und Krumbach. Spätestens im Herbst werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Für die Bauarbeiten sind Kosten von 5,5 Millionen Euro vorgesehen.

Das Götzner Bauunternehmen wird auch in Zukunft Zeit und Geld in die Ausbildung von Fachleuten investieren, versichert Wilhelm. Derzeit stehen 23 Lehrlinge in Ausbildung, das Unternehmen gehört zu den „ausgezeichneten Lehrbetrieben Vorarlbergs“.

Wilhelm & Mayer

» Gegründet: 1937

» Geschäftsführung:
Johannes Wilhelm

» Mitarbeiter bei Wilhelm+Mayer: 250, bei Rümmelebau: 40

» Umsatz 2013: ca. 35 Millionen

» Firmen: Wilhelm+Mayer Bau GmbH, Wilhelm+Mayer Projektbau GmbH, Wilhelm+Mayer Wohnbau GmbH, Wilhelm Real GmbH

» Beteiligungen: Rümmele Baugesellschaft m.b.H. (Anteil: 75 %)Normbeton Gesellschaft m.b.H. (Anteil: 50 %), Nahwärme Götzis GmbH (Anteil: 22 %), AMW Asphalt-Mischwerk GmbH (Anteil: 50 %), „Am Garnmarkt“ Immobilienprojektentwicklung GmbH (Anteil: 49 %), Montfort Investment GmbH (Anteil: 17 %)