Licht, Luft und kein Lärm

Markt / 01.08.2014 • 11:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Je mehr Konzentration verlangt ist, desto störender wirken sich schon relativ leise Geräusche aus.
Je mehr Konzentration verlangt ist, desto störender wirken sich schon relativ leise Geräusche aus.

Arbeitnehmer, die sich im Job wohlfühlen, bringen bessere Leistungen.

STUDIE. (VN-dh) Was macht einen Arbeitsplatz für Arbeitnehmer zu einem Traum-Office? Eine unter Österreichs Büroangestellten durchgeführte Studie von Marketagent.com zeigt, dass es die Grundbedürfnisse sind, die das Ranking der Ansprüche anführen: 23 Prozent der Befragten nennen helle Räume, 15,5 Prozent größtmögliche Ruhe und 14,9 Prozent viel Platz als wichtigste Kriterien für den Traumarbeitsplatz. Hoch im Kurs steht bei Mitarbeitern auch ein gutes Raumklima, nicht zu warm und nicht zu kalt; dies nennen 10,8 Prozent spontan. In etwa genauso viele sagen, dass Pflanzen und Blumen auf ihrem Wunschzettel für einen perfekten Arbeitsplatz keinesfalls fehlen dürfen (9,6 Prozent).

Wer im Büro viel Zeit vor dem Computerbildschirm verbringt, weiß, wie sehr diese Tätigkeit die Augen beansprucht. Das lange Schauen auf relativ kurze Distanz kann bei schlechten Lichtverhältnissen zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Augenleiden und Kopfschmerzen führen. Umgekehrt kann eine ergonomisch richtige Beleuchtung im Büro die Motivation, Leistungsfähigkeit und Produktivität positiv beeinflussen und zu besseren Arbeitsergebnissen führen. Ausreichende Beleuchtung wird daher auch von rund 70 Prozent der Befragten als wichtig erachtet. Da die künstliche Beleuchtung das Sonnenlicht zwar gut imitieren, aber nicht all dessen Vorteile auf sich vereinen kann, lautet die einfachste Regel: So viel Tageslicht wie möglich für die Bürobeleuchtung nutzen. Zudem sollten die Wände und Decke in hellen Farbtönen gestrichen sein, damit sie das natürliche wie auch das künstliche Licht besser in die Raumtiefe reflektieren können und so für eine homogene Lichtverteilung im Büro sorgen. Dass der Wunsch nach größtmöglicher Ruhe in der Prioritätenliste ganz vorne steht, verwundert wenig. Denn Lärm gilt überhaupt als der größte Störfaktor im Büro. Als besonders störend wird dabei Gesprächslärm empfunden. Die Informationen, die beim unfreiwilligen Mithören ankommen, beeinträchtigen die Konzentration enorm. Das „Weghören wollen“ erfordert zudem eine große psychische Anstrengung und löst Stress aus. Je mehr Konzentration bei einer Tätigkeit verlangt ist, desto störender wirken schon relativ leise Geräusche. Der Zusammenhang zwischen Bürolärm, Leistungsfähigkeit und Gesundheit ist nachgewiesen: Je informationshaltiger und intensiver der Lärm ist, desto mehr steigen die Fehlerquoten. Es dauert länger, Aufgaben ordentlich zu erledigen und es entsteht ein erhöhter Bedarf an Stille.

Pflanzen wiederum erfüllen nicht nur dekorative Zwecke, sondern sie sorgen auch für eine bessere Raumluft, indem sie Schadstoffe aus der Luft filtern, für Luftfeuchtigkeit sorgen und Sauerstoff produzieren.

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