Geringerer Gewinn für Raiffeisen Vorarlberg

Markt / 26.08.2014 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Nettogewinn ging von 10,3 (1. Halbjahr 2013) auf 6,3 Millionen Euro zurück.

Bregenz. (VN) Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist ebenfalls gesunken, nämlich auf 10,7 Mill. Euro (2013: 13,9 Mill. Euro). Grund dafür seien Beteiligungserträge, die erst im zweiten Halbjahr ins Ergebnis fließen, heißt es seitens der Bank. Im Halbjahr 2013 habe man die Hälfte der Dividende der Raiffeisenzentralbank (RZB) bereits im ersten Halbjahr angesetzt, in diesem Jahr werde das aus buchhalterischen Gründen erst zum Jahresende erfolgen, so der Vorstandsvorsitzende, Wilfried Hopfner. Die Bankenabgabe falle zudem in der Ganzjahresbetrachtung um 2,5 Mill. Euro (insgesamt 5,7 Mill. Euro) höher aus als bisher. Das Betriebsergebnis sank von 10,3 Mill. Euro auf 8,4 Mill. Euro.

Das kundenseitige Ausleihvolumen nahm in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Jahresende 2013 um vier Prozent oder 42,4 Mill. Euro auf 1,2 Mrd. Euro zu. Dennoch konnte laut Raiffeisen die Bilanzsumme mit 6,7 Mrd. Euro in etwa auf dem Niveau vom 31. Dezember 2013 gehalten werden. Dadurch werde unterstrichen, dass „trotz nachhaltig verhaltener Kreditnachfrage den Markterfordernissen gut Rechnung getragen werden konnte“.

Forderungen gesunken

Die Forderungen an Kreditinstitute seien im Berichtszeitraum vor allem aufgrund des weiterhin rückläufigen Schweizer-Franken-Refinanzierungsbedarfs um 18,9 Mill. Euro auf 2,6 Mrd. Euro gesunken. Verbessert haben sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr die Nettozinserträge von 10,1 Mill. Euro auf 15,4 Mill. Euro. Dies sei vor allem einer Margenverbesserung im Interbankengeschäft geschuldet.

Am niedrigen Zinsniveau werde sich im Verlauf des Jahres nichts ändern, zeigte sich Hopfner überzeugt. Daraus resultierten für die Bank ein steigender Margendruck sowie „die Herausforderungen, den Aufwand im Zusammenhang mit den enormen regulatorischen Auflagen und auch mit Großprojekten, wie das bundesweite EDV-Projekt ‚Eine IT‘ abzufedern“. Trotzdem rechne die Landesbank damit, mit Ende 2014 sowohl das EGT als auch das Betriebsergebnis des Vorjahres erreichen zu können.

Am niedrigen Zinsniveau wird sich heuer nichts ändern.

Wilfried Hopfner

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