ÖVAG bleibt in tiefroter Verlustzone

Markt / 28.08.2014 • 20:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
ÖVAG-Direktor Stephan Koren hatte keine guten Nachrichten.
ÖVAG-Direktor Stephan Koren hatte keine guten Nachrichten.

Teilstaatliche Volksbank-Mutter machte bis Juni 203 Mill. Euro Nettoverlust.

Wien. Nach der Horrormeldung der Kärntner Hypo Alpe Adria (1,67 Milliarden Euro Halbjahresverlust) schockt auch die teilstaatliche ÖVAG mit ihrem Halbjahresergebnis. Die Volksbanken AG (ÖVAG) schrieb in den ersten sechs Monaten unterm Strich 203 Millionen Euro Verlust. Das war fast drei Mal so viel wie im ersten Halbjahr 2013 mit 68,3 Millionen Euro. Hauptschuld an den schlechten Zahlen hat die Rumänien-Tochter, die auch wieder Eigenmittelhilfen brauchte.

Voriges Jahr hatte die ÖVAG ihre 51-Prozent-Tochter in Rumänien im Halbjahr mit einem Kapitaleinschuss von 60 Mill. Euro aufpäppeln müssen. Nun kündigt die ÖVAG für das zweite Halbjahr 2014 für die Rumänien-Operation „Maßnahmen zur Stärkung der Eigenmittel“ an, die das Semester-Ergebnis schon jetzt mit 128 Mill. Euro verschlechtert hätten, weil sie schon zum 30. Juni verbucht wurden. In der Rumänien-Bank wird zur Zeit das Kreditgeschäft restrukturiert.

Unterdessen werden der ÖVAG schon zum heurigen Stresstest-Abschluss im Herbst Kapitalprobleme nachgesagt, und damit gibt es wieder Bedarf an Steuergeldern.

Die ÖVAG selber sieht ein „deutliches Absinken der Eigenmittelquoten“ im Verbund ÖVAG/Volksbanken ab 2015 und definitive Kapitallöcher im Jahr 2017. So steht dies jedenfalls im Bericht des Vorstands. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der ÖVAG zusammen mit den regionalen Volksbanken eine Mindestkapitalquote von 13,6 Prozent vorgegeben. Derzeit liegt man darüber.