KESt-Bescheinigungen

Markt / 31.08.2014 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dr. Peter Bahl
Dr. Peter Bahl

schwarzach. Die Kreditinstitute haben an ihre Depotkunden Bescheinigungen bzw. Steuerinformationen über die Verrechnung von Kapitalertragsteuer (KESt) versendet. Die Banken sind neuerdings gesetzlich dazu verpflichtet, eine Bescheinigung über den Verlustausgleich für jedes bei ihnen geführte Depot auszustellen. Bei mehreren Einzeldepots innerhalb einer Bank dürfen realisierte Kursverluste mit Kursgewinnen, Zinserträgen, Dividenden und ausschüttungsgleichen Erträgen von Fondanteilen automatisch gegenverrechnet werden.

Der Hintergrund ist, dass Banken seit 1. 4. 2012 nicht nur auf Zinsen und Dividenden, sondern auch auf realisierte Kursgewinne 25% Kapitalertragsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen haben. Mit der Bescheinigung soll eine doppelte Verlustverwendung vermieden werden. Ein möglicher Verlustausgleich für bei anderen Banken geführten Depots oder für Gemeinschaftsdepots ist dann im Rahmen der Einreichung einer Einkommensteuererklärung möglich.

Grundsätzlich unterliegen außerbetriebliche Einkünfte aus Kapitalvermögen durch den Abzug der KESt im Regelfall der Endbesteuerung. Dies bedeutet, dass der Privatanleger die übermittelten Bescheinigungen in den meisten Fällen nicht beachten muss. Eine Veranlagungspflicht im Privatvermögen besteht jedoch bei ausländischen Depots, da hier kein KESt-Abzug vorgenommen wird (Ausnahme bei Kapitaleinkünften aus Schweizer Depots ab 2013, bei liechtensteinischen Depots ab 2014).

office@bfbf.at; Bahl Fend Bitschi Fend Steuerberatung GmbH & Co KG

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