Gruppenbesteuerung

Markt / 16.11.2014 • 19:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mag. Gerhard Fend
Mag. Gerhard Fend

schwarzach. Im Rahmen der Gruppenbesteuerung können die innerhalb einer Unternehmensgruppe angefallenen Verluste steuerlich verwertet werden. Voraussetzung für die Begründung einer Unternehmensgruppe ist eine Kapitalbeteiligung von mehr als 50 Prozent, die Mehrheit der Stimmrechte sowie die Einbringung eines Gruppenantrags beim zuständigen Finanzamt.

Der Antrag muss vor dem Bilanzstichtag jenes Jahres gestellt werden, für das er erstmals wirksam sein soll. Kapitalgesellschaften mit Stichtag 31. 12. können den Antrag noch bis 31. 12. 2014 einbringen, wenn die Beteiligung bereits zu Beginn des Jahres bestanden hat. Dadurch ist es möglich, Verluste einzelner Gruppengesellschaften mit Gewinnen anderer Gruppengesellschaften noch im Jahr 2014 steuerlich zu verrechnen.

Durch die Einbeziehung ausländischer Tochtergesellschaften können auch Auslandsverluste in Österreich verwertet werden. Seit dem 1. 3. 2014 gilt dies allerdings nur noch für ausländische Kapitalgesellschaften, die in einem EU-Staat bzw. in einem Drittstaat ansässig sind, mit dem eine umfassende Amtshilfe besteht. Ab dem Jahr 2015 können Verluste ausländischer Gruppenmitglieder maximal in Höhe von 75 Prozent des inländischen Gruppeneinkommens abgezogen werden. Die restlichen 25 Prozent werden im Verlustvortrag erfasst.

Mag. Gerhard Fend
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office@bfbf.at; Bahl Fend Bitschi Fend Steuerberatung GmbH & Co KG