Neuer Trojaner von Forschern entdeckt

Markt / 24.11.2014 • 21:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Österreich laut Berichten besonders von Spionage-Software betroffen.

Wien. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) geht Berichten über den Einsatz einer Spionagesoftware gegen Unternehmen und Behörden in Österreich nach. Das BVT „ist informiert und überprüft das“, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck. Nach Informationen der IT-Sicherheitsfirma Symantec (Norton) zählt Österreich zu den zehn Ländern, die am stärksten von dem „Regin“ getauften Programm betroffen sind. Dieses sei so komplex und aufwendig, dass nur Staaten als Auftraggeber infrage kämen. Jede vierte Infektion betreffe Telekombetreiber. Österreich ist vermutlich wegen der hierzulande vertretenen internationalen Organisationen im Visier der „Regin“-Entwickler.

Ein IT-Sicherheitsexperte sagte, dass es sich nicht um ein Programm handle, „das man sich irgendwo herunterlädt“. Vielmehr werde es den betroffenen Zielen „untergeschoben“ und über USB-Sticks oder bestochene Mitarbeiter in die IT-Netzwerke eingeschleust.

Über den möglichen Auftraggeber könne man nur spekulieren, doch deuteten die Zielländer mit Russland und Saudi-Arabien an der Spitze auf einen westlichen Geheimdienst hin. Unter den zehn am stärksten von dem Trojaner betroffenen Ländern befinden sich weiters Irland, Mexiko, Indien, Afghanistan, der Iran, Belgien und Pakistan.