Verkaufsstopp für VW in mehreren Ländern

27.09.2015 • 17:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wolfsburg, Rom, Bern. (VN) Die italienische Regierung will im Zuge des Abgas-Skandals bei Volkswagen landesweit 1000 Fahrzeuge des Konzerns stichprobenartig untersuchen lassen. „Jeder Test kostet rund 8000 Euro, aber das ist es uns wert. Wir werden die Ergebnisse in zwei bis drei Monaten haben“, sagte Verkehrsminister Graziano Delrio. Man werde nicht warten, bis man die von VW und dem deutschen Kraftfahrtbundesamt erbetenen Daten erhalten habe.

Das Schweizer Bundesamt für Straßen (Astra) hatte sogar ein vorübergehendes Zulassungsverbot für Fahrzeuge mit dem betroffenen Motor angekündigt. Es soll diesen Montag in Kraft treten. Allerdings ist unklar, wie viele Autos mit der älteren Abgasnorm Euro 5 überhaupt noch im Handel sind. In Belgien hat der VW-Importeur D‘Ieteren 3200 Diesel mit dem fraglichen Motor EA 189 vorsorglich vom Markt genommen. Der Verkauf sei gestoppt, bis es von VW weitere Informationen gebe, hieß es. Dann könnten auch die Besitzer informiert werden, die ein Auto mit der betrügerischen Software fahren. In Österreich hatten Grüne und Neos gefordert, dass hierzulande eigene Prüfungen durch unabhängige Stellen durchgeführt werden sollten.