Beschränkungen bei Barzahlungen am Bau

18.10.2015 • 16:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mag. Gerhard Fend
Mag. Gerhard Fend

schwarzach. Durch das Steuerreformgesetz 2015/2016 kommt es zu einigen Beschränkungen bei Barzahlungen in der Baubranche.

Diese Beschränkungen dienen der Bekämpfung von Steuer- und Sozialbetrug und betreffen sogenannte Bauleistungen und Arbeitslöhne.

Bauleistungen: Barzahlungen für Bauleistungen mit einem Entgeltbetrag über 500 Euro zählen durch das Steuerreformgesetz ab 1. 1. 2016 zu den nichtabzugsfähigen Aufwendungen. Die Entgeltgrenze bezieht sich auf die jeweilige einzelne Leistung. Eine Barzahlung, die den Betrag von 500 Euro nicht übersteigt, ist vom Abzugsverbot nicht betroffen. Beträge über 500 Euro sollten somit nur noch unbar durch Banküberweisungen bezahlt werden. Unter Bauleistungen fallen alle Leistungen zwischen Unternehmern, die der Herstellung, Instandsetzung, Reinigung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen. Da der Begriff sehr weit gefasst ist, empfiehlt sich im Zweifelsfall eine unbare Zahlung.

Arbeitslöhne: Wenn Arbeitnehmer, die mit der Erbringung von Bauleistungen beschäftigt sind, über ein Girokonto verfügen (oder einen Anspruch auf ein solches Konto haben), dürfen die Arbeitslöhne ab 1. Jänner 2016 nicht mehr in bar ausbezahlt bzw. entgegengenommen werden.

Ein Verstoß gegen dieses Barzahlungsverbot stellt eine Finanzordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Strafe von bis zu 5000 Euro geahndet werden.

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