530.000 Euro für neue berufliche Perspektiven

19.10.2015 • 20:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Land unterstützt Überbetriebliche Ausbildungszentren. Ausbildungsplätze für bis zu 150 Jugendliche.

Bregenz. (VN-reh) Ein Ort, wo Jugendliche mit Benachteiligungen, die trotz intensiver Suche keine Lehrstelle gefunden haben oder ihre Lehre abbrechen mussten, ihre ersten beruflichen Gehversuche absolvieren können: Die Überbetrieblichen Ausbildungszentren (ÜAZ) sind somit ein zusätzliches Auffangnetz für Jugendliche, die aus sozialen oder anderen Gründen Gefahr laufen, keine Ausbildungsstelle zu bekommen. Unterstützt werden die beiden ÜAZ in Hohenems und Rankweil vonseiten des Landes und des Arbeitsmarktservice (AMS).

Millionen-Unterstützung

Vom Land bekommen sie heuer insgesamt knapp 530.000 Euro. Der entsprechende Beschluss wurde im Rahmen der jüngsten Regierungssitzung gefasst, informieren Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftsreferent Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Mit mehr als 400.000 Euro konnte der Beitrag des Landes für den laufenden Betrieb der Einrichtungen auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden. Darüber hinaus wird das Land heuer für den gemeldeten Investitionsbedarf in den Bereichen Metall, Holz, Malerei und Lagerlogistik weitere knapp 130.000 Euro zuschießen. Weitere 2,8 Millionen Euro kommen vonseiten des AMS dazu.

„Nicht nachlassen“

„Wir dürfen keinesfalls nachlassen und müssen die Anstrengungen im Beschäftigungsbereich auch weiterhin hoch halten“, unterstreichen Wallner und Rüdisser die Bedeutung der Investition in die Jugendbeschäftigung. Denn es gibt nach wie vor die Beschäftigungs- und Ausbildungsgarantie für Jugendliche in Vorarlberg. „Mit ihr wird sichergestellt, dass jeder Jugendliche, der länger als drei Monate ohne Arbeit ist, innerhalb weiterer drei Monate eine Beschäftigung oder eine Ausbildungsmöglichkeit erhält“, betont Landeshauptmann Wallner.

150 Jugendliche

Die beiden Vorarlberger ÜAZ-Standorte bieten bis zu 150 Jugendlichen die Möglichkeit, eine duale Ausbildung in den Bereichen Tischlerei, Malerei, Metallbearbeitung und Lagerlogistik zu absolvieren. Noch einmal 20 Plätze stehen im Rahmen des Projekts „Ausbildungsstarthilfe“ bereit, das Land und Arbeitsmarktservice im Jahr 2013 gestartet haben. Unternehmen können durch das Projekt lernleistungsschwächere Lehranwärter für sechs Monate zur Ausbildung in ein Überbetriebliches Ausbildungszentrum entsenden. In diesem halben Jahr wird neben einer fachlichen Grundausbildung intensiv daran gearbeitet, soziale und schulische Defizite zu beheben. Vor Ablauf der sechs Monate entscheidet sich in Absprache mit dem Unternehmen, ob der Jugendliche die Lernziele erreicht hat und in das Unternehmen wechselt oder ob eine Verlängerung der ÜAZ-Ausbildung notwendig ist.

Für Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser stimmen auch die Erfolge der Überbetrieblichen Ausbildungszentren. „Die Erfolgsquote bei den Lehrabschlussprüfungen liegt bei über 80 Prozent.“

Landeshauptmann Markus Wallner: „Anstrengungen im Beschäftigungsbereich weiterhin hoch halten.“ Foto: VLK
Landeshauptmann Markus Wallner: „Anstrengungen im Beschäftigungsbereich weiterhin hoch halten.“ Foto: VLK

Fakten

Überbetriebliche Ausbildungszentren

» Standorte: Rankweil und Hohenems

» 150 Plätze + 20 weitere im Rahmen des Projekts „Ausbildungsstarthilfe“ 

» Förderungen 2015: 530.000 Euro vom Land (400.000 Euro für laufenden Betrieb, 130.000 Euro für Investitionen), 2,8 Mill. Euro vom AMS