Spekulationen um Verkauf der Fluglinie InterSky

21.10.2015 • 20:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Droht der Regionalfluglinie noch vor dem Verkauf Entzug der Betriebsgenehmigung?

Bregenz. (VN) „Wir können nicht bestätigen, dass InterSky vor dem unmittelbaren Entzug des Air Operator Certificate (AOC) steht. Bekanntlich gehört externe Stimmungsmache während Verkaufsprozessen schon fast immer zum guten Ton. Die Oberste Zivilluftfahrtbehörde war unlängst auf Routinebesuch in Bregenz zum Thema finanzielle Leistungsfähigkeit sowie auch zu einem informativen Treffen hinsichtlich des möglichen Verkaufs. Wir haben das Gespräch in guter Erinnerung.“ Man befinde sich in finalen Gesprächen mit einem interessierten Käufer. Deshalb gebe es derzeit keine weiteren Auskünfte, bis der Deal abgeschlossen sei. Zu dieser Stellungnahme sah sich der Geschäftsführer der InterSky, Roger Hohl, veranlasst.

Grund dafür sind Spekulationen aus dem Umfeld des Unternehmens und aus Luftfahrtkreisen, die berichten, dass der in Bregenz domizilierten Fluglinie InterSky vom Verkehrsministerium der Entzug der Betriebsgenehmigung AOC angedroht wurde, sollte das Unternehmen nicht in der Lage sein, bis 3. November 2015 seine finanzielle Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Das Bundesministerium sei zu diesem Vorgehen verpflichtet, wenn es Hinweise gibt, wonach diverse Voraussetzungen für den Besitz des AOC nicht mehr gegeben sind. Gemäß Gesetz zählen dazu nicht nur die technischen Aspekte, sondern auch die finanzielle Lage einer Airline.

Die sei weit angespannter als von der InterSky-Geschäftsführung bislang geschildert, so die Vermutungen. In der Vorarlberger Bankenszene weiß man um die Finanzlage. Doch vor einem aktuellen Grounding habe man bislang keine Angst, so ein Insider.