Deutsche Bank baut Tausende Stellen ab

Markt / 29.10.2015 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Harter Sparkurs unter neuem Management. 2015 rote Zahlen.

Frankfurt. (VN) Die Deutsche Bank dünnt unter ihrem neuen Chef John Cryan ihre Belegschaft radikal aus und will künftig konzernweit mit gut 25.000 Stellen weniger auskommen. Aus zehn Auslandsmärkten zieht sich die Bank komplett zurück. 2018 will man die Früchte des harten Umbaus ernten. Auch den Aktionären verlangt der Vorstand Bescheidenheit ab: Die Dividende für 2015 und 2016 fällt aus. Im eigenen Haus werden unter dem Strich 9000 Arbeitsplätze abgebaut, 4000 davon im Heimatmarkt Deutschland. Noch unter dem alten Vorstand hatte das Institut beschlossen, bis Ende 2017 etwa 200 der 700 eigenen Filialen zu schließen. Dies werde vor allem Ballungsräume treffen.

Der Sparkurs soll die Kosten um brutto rund 3,8 Mrd. Euro drücken. Die Kosten für den Umbau inklusive Abfindungen bezifferte das Geldhaus auf rund 3 bis 3,5 Mrd. Euro. Nach einem Rekordverlust von sechs Milliarden Euro im dritten Quartal stellt man sich auf rote Zahlen für das Gesamtjahr ein.