Aus für das Primat der Gewinnausschüttungen

01.11.2015 • 18:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dr. Peter Bahl
Dr. Peter Bahl

schwarzach. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat den Entwurf des Abgabenänderungsgesetzes 2015 zur Begutachtung bis zum 6. 11. 2015 versandt. Nach diesem Entwurf soll das sogenannte „Primat der Gewinnausschüttungen“

aufgegeben

werden. Gleichzeitig hat das BMF aufgrund zahlreicher Anfragen ein Infoblatt zu Zweifelsfragen der neuen Regelungen für Ausschüttungen bzw. für die Ermittlung des Evidenzkontos bei Kapitalgesellschaften herausgegeben.

Das „Primat der Gewinnausschüttung“ hätte eine Verwendungsreihenfolge mit sich gebracht, nach dem Einlagen der Gesellschafter erst dann wieder steuerfrei aus der Kapitalgesellschaft herausgenommen hätten werden können, wenn alle Bilanzgewinne vorher steuerpflichtig ausgeschüttet worden sind. Jetzt bestünde wieder ein Wahlrecht, eine offene Ausschüttung als Einlagenrückzahlung oder als Gewinnausschüttung zu behandeln.

Das Wahlrecht soll jedoch daran geknüpft sein, dass sowohl die Innenfinanzierung (das sind die Bilanzgewinne) als auch die Einlagen einen positiven Stand aufweisen. Daher bleibt das Erfordernis, nach der Neuregelung nicht nur den Stand der Einlagen (Außenfinanzierung), sondern auch den Stand der Innenfinanzierung im Evidenzkonto NEU zu erfassen.

office@bfbf.at; Bahl Fend Bitschi Fend Steuerberatung GmbH & Co KG