32 Millionen Euro für die städtische Entwicklung

04.11.2015 • 18:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Bauprojekt mit durchmischter Nutzung steht in Feldkirch in den Startlöchern.

Feldkirch. (VN) Gedanklich durchgespielt wurden Pläne zur Verbauung bereits in den Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Jetzt ist der Prozess zur künftigen Nutzung des Jahnplatzes und seines Umfelds unter Dach und Fach. Die unmittelbar unter der Schattenburg, dem Wahrzeichen der Montfortstadt, liegende Grundfläche soll ab Mitte kommenden Jahres mit zwei viergeschoßigen Gebäuden verbaut werden. Auch die denkmalgeschützten Gemäuer der einstigen Jahnturnhalle werden dabei auf Vordermann gebracht.

Städtebaulicher Rahmenplan

Eigentümer der Liegenschaft sind zu je 50 Prozent die Investorengesellschaften Prisma Holding in Dornbirn und ZM3 in Feldkirch. Das Projekt selbst, das direkt an der Achse zwischen Bahnhof und Innenstadt liegt, stand bereits in den letzten Jahren im Mittelpunkt umfassender Planungen. Immerhin wird dieser Bereich täglich von durchschnittlich 6000 Menschen frequentiert. Auf Basis eines städtebaulichen Rahmenplans ist vor zwei Jahren ein Architektenwettbewerb durchgeführt worden. Als Sieger ging ein Projekt der Architekten Baumschlager Eberle hervor.

45 Wohnungen und Büros

Bis Ende dieses Jahres sollen neben der Konkretisierung der Nachnutzung der Jahnhalle die Einreichplanungen für zwei Wohn- sowie Büro- und Geschäftsgebäude vorgelegt werden, sagte Prisma-Vorstand Bernhard Ölz (52), der gemeinsam mit Feldkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold (61) sowie ZM3-Geschäftsführer Hermann Metzler (63) das Vorhaben präsentierte. Insgesamt, so Ölz, würden in den neuen Gebäuden 45 Wohnungen sowie Einzelhandels- und Büromietflächen Platz finden. Auch der Bau einer Tiefgarage mit rund 260 Parkplätzen auf zwei Ebenen ist geplant.

„Eine überzeugende Lösung“

Rund 150 Parkplätze in der Tiefgarage seien öffentlich, sagte Ölz und sprach im Hinblick auf das neue Projekt von einem impulsgebenden Quartier mit durchmischter Nutzung.

Stadtchef Berchtold betonte, dass die Stadt seit jeher das Ziel vor Augen gehabt habe, im Bereich Jahnplatz und Krimmerareal eine städtebaulich überzeugende Lösung mit einer hochwertigen Gestaltung des öffentlichen Raums in die Tat umsetzen zu können.

„Willkommene Belebung“

Entscheidend für die Stadtoberen seien allerdings nicht nur die optischen Komponenten, meinte Berchtold: „Es sind vor allem die passenden Nutzungen in den entstehenden Gebäuden sowie alle Verbesserungen, die begleitend zur neuen Bebauung für Fußgänger, Radler und den Kfz-Verkehr erzielt werden können.“ Mit dem Bau des Quartiers werde ein attraktiver urbaner Handels-, Arbeits- und Lebensraum mit öffentlichen Plätzen geschaffen. Zudem werde die Achse zwischen Bahnhof und Innenstadt eine weitere Belebung erfahren.

Stärkung der Innenstadt?

Durch die zu erwartende Angebotserweiterung wird aus seiner Sicht der Kern der Innenstadt zusätzlich gestärkt, sagte Berchtold und sparte nicht mit Lob: „Es handelt sich um ein Projekt mit Maß und Ziel.“

Das Entwicklungsprojekt ist keine Konkurrenz zur Innenstadt.

Wilfried Berchtold