InterSky in heftigen Turbulenzen

Markt / 04.11.2015 • 19:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
InterSky-Zukunft kurz vor der Klärung.  Foto: Berchtold
InterSky-Zukunft kurz vor der Klärung. Foto: Berchtold

Verwirrung um die weitere Zukunft der InterSky: Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung.

Bregenz. (VN-sca) Der Kampf um die Existenz der Vorarlberger Regionalfluglinie InterSky geht weiter. Nun soll das Überleben des Unternehmens durch ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung ermöglicht werden. Damit werden die Forderungen der Gläubiger geschützt, der künftige Besitzer muss dafür einen noch zu bestimmenden Betrag hinterlegen. Firmengründerin und Geschäftsführerin Renate Moser geht momentan davon aus, dass dies die Firmen Mitteldeutsche Tourismus Entwicklungsgesellschaft mbH und die Mitteldeutsche Aviation sein werden.

Allerdings ist die Lage nicht wirklich klar. Aus Weimar, wo die Gesellschaft situiert ist, sind derzeit andere Töne zu hören. Zumindest in der bislang angedachten Form werde die Übernahme nicht durchgeführt, so die Rechtsanwaltskanzlei Norbert Dotterweich und Mitarbeiter Roland Ehrsam, die hinter den Gesellschaften stehen sollen. Mit den weiteren Schritten seitens der Fluggesellschaft, so Moser, sei der Bregenzer Rechtsanwalt Horst Lumper betraut. Zum angekündigten Sanierungsverfahren liegt bei Gericht vorläufig kein Antrag vor.

Bereits jetzt seien die Aufräumarbeiten im Angebots­portfolio der InterSky im Gange, für die Passagiere gebe es aber vorläufig keine Nachteile, versichert Moser. Was passiere, wenn die avisierten Interessenten die derzeit angepeilte Lösung einer Insolvenz in Eigenverantwortung nicht ergreifen, wolle sie nicht in Betracht ziehen, so Moser, die um „ihr“ Kind InterSky kämpft. Das Zittern bei Mitarbeitern und Gläubigern ist auf jeden Fall noch nicht zu Ende. Wie es weitergeht, soll sich die nächsten Tage entscheiden.