Stressfaktor an die Berggipfel hängen

05.11.2015 • 18:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit der Push-up-Blume symbolisiert Gabriele Kofler die Strategien des Natur-Coachings. Foto: Marion Hofer
Mit der Push-up-Blume symbolisiert Gabriele Kofler die Strategien des Natur-Coachings. Foto: Marion Hofer

Gabriele Kofler (49) setzt beim Coaching auf einen großartigen Partner: die Natur.

Bregenz. (cro) Gabriele Kofler hat wahrscheinlich den schönsten Arbeitsplatz der Welt. Die 49-jährige Lebens- und Sozialberaterin, Wanderführerin und demnächst auch Wildkräuterführerin übt ihren Beruf unter freiem Himmel aus. Gute Gründe hat sie dafür. Denn alleine schon der Aufenthalt im Wald senkt Blutdruck und Herzfrequenz merklich. Oder anders ausgedrückt: Die Stressreaktionen des Körpers, wie schneller Puls, Muskelverspannungen, hoher Blutdruck oder gestörte Verdauung, lassen nach und der Körper kommt wieder zur Ruhe. Doch wer jetzt glaubt, sich einfach in die Nähe von Bäumen bewegen zu können und alles wird gut, liegt falsch. Mit gezielter Fragetechnik rüstet Kofler ihre Klienten mit den nötigen Mitteln aus, mit dem Ziel, sie jederzeit, immer und überall einsetzen zu können, um sich wieder besser zu fühlen. „Dies muss natürlich eingeübt werden“, erklärt sie und animiert auch immer wieder zum Loslassen. In der freien Natur wird dann schon mal der Rucksack ausgepackt und die Probleme werden an die Berggipfel gehängt. Symbolisch jedenfalls.

Gemeinschaftspraxis

Gabriele Kofler bietet ihre Dienste bereits seit acht Jahren an. Ihre Praxis teilt die in Bregenz wohnhafte gebürtige Allgäuerin mit drei weiteren Kolleginnen, die ebenfalls in den Bereichen Psychologie und Lebensberatung tätig sind. Daraus ergeben sich immer wieder positive Synergien zugunsten der Klienten. Denn das Natur-Coaching hat auch seine Grenzen. Handelt es sich nämlich statt um Stressfaktoren um ein akutes Burn-out oder gar um Depressionen, braucht es ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe. Für die Klienten von Kofler geht es vielmehr um Prävention. Denn auch was den Stress betrifft, gilt: Vorbeugen ist besser als heilen.