Helikoptereinsatz bei Bank Austria

Markt / 23.11.2015 • 19:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Durchgeführt wurde der Transport von Wucher-Helikopter. Foto: vn
Durchgeführt wurde der Transport von Wucher-Helikopter. Foto: vn

Schließung der Filiale Riezlern. Sicherheit als Grund für ungewöhnlichen Transportweg.

Riezlern. (VN) Am 4. Dezember 2015 schließt die Bank Austria wegen der Straffung ihres Filialnetzes und rückläufigen Kundenzahlen ihre Filiale in Riezlern im Kleinwalsertal (die VN berichteten). Nun wurde zum Abtransport der Bankunterlagen auf Hubschrauber zurückgegriffen und nicht den Weg über die Straße gewählt. Matthias Raftl, Pressesprecher der Bank Austria, bestätigt, dass man die Unterlagen der Filiale Riezlern auf dem Luftweg via Hubschrauber direkt auf den Arlberg nach Zürs geflogen habe. Von dort wurden sie weiter auf dem Straßenweg nach Innsbruck in die Filiale Maria-Theresienstraße transportiert, von wo aus die bisherigen Riezlern-Kunden zukünftig betreut werden sollen. Der Transport mittels Hubschrauber sei „aus Sicherheitsgründen und aufgrund der Schnelligkeit“ gewählt worden, so Raftl. Die Sicherheitsgründe erklärt er mit „sensiblen Kundendaten“ und der Einhaltung der österreichischen Rechtsvorschriften hinsichtlich Bankwesen, Bankgeheimnis und Datenschutz. „Mit dieser Methode wurde das österreichische Hoheitsgebiet nicht verlassen“, präzisiert Raftl.

Für Insider hängt diese Transportmethode primär damit zusammen, dass die Bank Austria offenbar jedes Risiko ausschalten wollte, bei dem die „sensiblen Kundendaten“ den deutschen Steuerbehörden in die Hände fallen könnten.