Milliarden-Rekorddeal in der Pharmabranche

23.11.2015 • 21:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Pfizer kauft Botox-Hersteller Allergan für 160 Mrd. Dollar.  AP
Pfizer kauft Botox-Hersteller Allergan für 160 Mrd. Dollar. AP

Viagra-Konzern Pfizer kauft Botox-Hersteller Allergan.

New York. (VN) Die Fusionswelle in der Pharmabranche ebbt nicht ab: Der Viagra-Konzern Pfizer will sich mit dem Botox-Hersteller Allergan zum größten Pharmakonzern der Welt zusammenschließen. Das Volumen der Transaktion liegt bei rund 160 Milliarden US-Dollar. Pfizer verspricht sich durch den Zukauf zum einen eine breitere Produktpalette, aber vor allem auch steuerliche Vorteile. Um diese zu sichern, ist die Transaktion so gestaltet, dass Allergan mit dem steuerlich günstigeren Firmensitz in Irland formell den größeren Konzern aus New York kauft. Den Gewinn soll die Transaktion ab 2018 nach oben treiben. Allergan war früher auch amerikanisch, hat jedoch nach der Übernahme durch den irischen Konzern Actavis seinen Sitz nach Dublin verlegt. Die Allergan-Anteilseigner sollen nun je Aktie 11,3 Papiere des fusionierten Unternehmens erhalten, das den Namen Pfizer tragen wird. Stimmen die Behörden zu, werde in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres mit einem Abschluss gerechnet.

Die zwei Pharmakonzerne kämen nach ihrem Zusammenschluss auf einen Jahresumsatz von rund 60 Mrd. Dollar. Kein Konkurrent kann da mithalten. Der schweizerische Pharmakonzern Roche etwa setzt 47,5 Mrd. Franken um. Der deutsche Konkurrent Bayer – allerdings mit seinem Agrochemie-, Saatgut- und Kunststoffumsatz – kommt auf 42,2 Mrd. Euro.